Ist der taiwanesische Aktienmarkt interessant?

Der vorgestellte ETF bildet den MSCI Taiwan Total Return Index ab und gibt Anlegern damit die Möglichkeit, einen transparenten, kostengünstigen Zugang zu 87 taiwanesischen Unternehmen innerhalb eines Portfolios zu erlangen. Mit dem Kauf des ETFs bucht man sich somit ein Engagement auf nahezu das gesamte taiwanesische Aktienuniversum ins Depot.

Referenzindex MSCI Taiwan Total Return Index

Der Referenzindex MSCI Taiwan Total Return Index ist der taiwanesische Leitindex. Dieser Index umfasst taiwanesische Large- und Mid-Cap-Aktiengesellschaften und deckt mit seinen derzeit 87 Einzeltiteln etwa 85 Prozent der streubesitz-adjustierten Marktkapitalisierung des taiwanesischen Aktienmarktes ab.

Der MSCI Taiwan Index wies mit dem Stichtag des 31. Juli 2019 eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von 607,287 Mrd. US-Dollar auf. Er wurde am 01. Januar 2001 eingeführt. Die Zusammensetzung des Index wird quartalsweise im Februar, Mai, August und November überprüft. Obendrein findet halbjährlich im Mai und November eine etwaige Ausbalancierung statt. (Daten gemäß MSCI-Factsheet vom 31. Juli 2019)

Der db x-trackers MSCI Taiwan Index UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die Xetra in der Handelswährung Euro erworben werden. Die Fondswährung hingegen ist der US-Dollar. Aus diesem Grund addiert sich zum üblichen Kursrisiko noch das Währungsrisiko hinzu. Alternativ kann der ETF auch über die Londoner Börse (LSE) in US-Dollar (USD) erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,65 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die direkte, vollständig physische Replikationsmethode, wurde am 29. Juni 2007 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 19. August 2019 ein gesamtes Fondsvermögen in Höhe von 47,43 Mio. Euro.

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Das Portfolio und dessen Zusammensetzung entspricht mit einer recht hohen Deckungsgleichheit der des Referenzindex. Das ist soweit auch nicht verwunderlich, da der ETF den Index mittels der vollständig physischen Abbildungsmethode repliziert. Das bedeutet, dass der ETF die Wertpapiere direkt erwirbt. Der ETF besteht insgesamt aus 90 Positionen, davon sind zwei Positionen Cash-Positionen und eine Position ist eine Future-Position.

Die größte Einzelposition ist mit 33,96 Prozent Taiwan Semiconductor. Auf den weiteren Plätzen folgen mit 4,95 Prozent Hon Hai Precision, mit 2,91 Prozent Mediatek, mit 2,24 Prozent Formosa Plastics und mit 2,24 Prozent Chunghwa Telecom. Die Gewichtung der Top-5-Positionen liegt bei 46,30 Prozent. Die Top-10-Positionen bringen es gemeinsam auf 56,02 Prozent.

Aufgrund der enormen Einzelgewichtung der führenden Position Taiwan Semiconductor, die bereits über ein Drittel des Gesamtportfolios für sich beansprucht, wäre nicht von einer ausreichenden Diversifikation auszugehen. Sollte die führende Position kurstechnisch betrachtet unter Druck kommen, so würde dies das Gesamtportfolio schwer belasten. (Daten in Bezug auf das ETF-Portfolio stammen vom 19. August 2019 gemäß DWS)

Die wichtigsten Informationen zur Währungs- und Länderallokation

Das Fondsportfolio in Bezug auf die Länderallokation besteht mit dem Stand des 19. August 2019 zu nahezu 100,00 Prozent aus Aktien aus Taiwan. In Bezug auf die Währungsgewichtung liegt hier keine Ausnahme vor – die Aktien werden zu 100 Prozent in der Landeswährung Taiwan Dollar (TWD) gehandelt.

Sektorenallokation – IT-Sektor enorm übergewichtet

Die wichtigsten Sektoren sind mit 56,97 Prozent der Sektor Informationstechnologie, mit 18,35 Prozent der Sektor Finanzdienstleistungen und mit 10,15 Prozent der Sektor Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Auf den weiteren Plätzen finden sich unter anderem noch Telekommunikationsdienste mit 4,04 Prozent, Nicht-Basiskonsumgüter mit 3,63 Prozent, und Basiskonsumgüter mit 3,18 Prozent. Der Rest besteht aus den Sektoren Industrieunternehmen und Energie und weiteren Sektoren. (Daten gemäß DWS vom 19. August 2019)

Referenzindex und ETF langfristig mit hervorragender Performance

Seit dem Jahresanfang konnte der ETF um 8,66 Prozent zulegen, während der Referenzindex ein Plus von 9,04 Prozent aufwies. Die Abweichungen sind innerhalb der Toleranz und ergeben sich vor allem aufgrund von Gebühren und Transaktionskosten. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und den ETF gemäß den Daten der DWS mit dem Stand des 09. August 2019 – Performancedaten des ETFs verweisen auf den Nettoinventarwert)

Expertenmeinung – Taiwan könnte beim China-USA-Handelskrieg lachender Dritter sein

Das taiwanesische BIP wurde vom Statistikamt in Taipeh jüngst angehoben. Man rechnet nun mit einer jährlichen BIP-Wachstumsrate von 2,46 Prozent. Für das Jahr 2020 geht man von einem Plus von 2,58 Prozent aus. Schon im zweiten Quartal 2019 konnte Taiwans Volkswirtschaft um 2,40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal wachsen.

Die Effekte des China-USA-Handelskrieges spielen der taiwanesischen Wirtschaft zumindest teilweise in die Karten, denn aufgrund des Handelskonfliktes und der politischen Spannungen mit Peking, holte man Teile der Produktion aus China zurück nach Taiwan. Da auch taiwanesische Unternehmen ins Kreuzfeuer so mancher Strafzölle gerieten, mussten Lieferketten zum Teil umgelenkt werden, um den Strafzöllen zu entgehen oder diese abzumildern. Für so manchen Konzern macht es sogar Sinn wieder komplett in Taiwan zu fertigen. Gerade diese Repatriierung von Unternehmen, die oft auch die Repatriierung von Cash-Beständen zur Folge hat, spielte der Regierung in Taipeh in die Hände.

Auf diese Weise wurden wieder mehrere Milliarden US-Dollar in Taiwan investiert und weit über 20.000 neue Jobs geschaffen. Die taiwanesische Regierung geht von weiter zurückkehrenden Kapitalflüssen aus. Schon im Jahr 2018 betrugen die ausländischen Direktinvestitionen und Kapitalrückflüsse weit über 10 Mrd. US-Dollar. Experten zufolge könnten diese im Zuge eines ausufernden Handelskonfliktes sogar noch steigen. Im Jahr 2007 vor der Weltfinanzkrise lag der Spitzenwert bei 15,4 Mrd. US-Dollar.

Warum führt man die Produktion von China nach Taiwan zurück? Nun, ein Strafzoll von 25 Prozent eliminiert den Preisvorteil der chinesischen Fertigung im Vergleich zur rein taiwanesischen Fertigung nahezu völlig. Der Handelskrieg führt also zur Rückverlagerung von Fertigungsprozessen und ganzen Unternehmensteilen (Relocation). Inwieweit sich die Margen aufgrund höherer Fertigungskosten halten lassen werden, wird in den nächsten Quartalen aber sehr genau zu beobachten sein.

Nicht zu unterschätzen ist auch das mittlerweile beinahe feindliche Geschäftsklima, das taiwanesischen Geschäftsleuten in China in den letzten Jahren zunehmend entgegenschlägt. China sieht Taiwan weiterhin als abtrünnige Provinz an und nutzt jede Gelegenheit dies auch international immer wieder klarzumachen. Es kann also durchaus auch sein, dass Taiwans Wirtschaftslenker künftig noch eher einen Bogen um China machen werden und neben Produktion im eigenen Land auch nach Fertigungen im günstigeren Vietnam suchen.

Mögliche Setups

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Käufe könnten mit unterschiedlichen Setups angegangen werden. Auf der einen Seite wäre ein Positionsaufbau durch wiederholte Zukäufe bei Schwäche möglich, der mit der buy-on-dips-Strategie zu beschreiben wäre. Im Falle solch eines Positionsaufbaus sollte der Anlagehorizont mindestens mehrere Monate bis sogar mehrere Jahre betragen.

Auf der anderen Seite könnte eine einmalige Kauftransaktion stehen, die nach einer mehrtägigen Kursschwäche zu lancieren wäre. Im Falle einer einmaligen Kauftransaktion könnte eine Positionierung bei 24,50 Euro aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 26,50 Euro liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 23,50 Euro abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 2.00. (Das Setup soll rein indikativ sein)

Über den Emittenten des ETFs – Xtrackers: Xtrackers ETFs gehören mit einem gesamten verwalteten Vermögen von rund 60 Mrd. Euro zum ETF-Geschäft der DWS. Die DWS ist im ETF-Geschäft die Nummer 2 in Europa und im globalen ETF-Business die Nummer 5. Die Gesellschaft bietet derzeit rund 180 ETFs in den Bereichen Aktien, Renten oder zum Beispiel Rohstoffen an. Die DWS ist ein integraler Bestandteil der Deutschen Bank, weltweit einer der führenden Vermögensverwalter und verwaltet mit dem Stand des 31. Dezember 2018 rund 662 Mrd. Euro.

Über MSCI: Das Unternehmen MSCI entwickelte und lizensierte bereits im Jahr 1969 das erste Indexprodukt des Hauses. Die Abkürzung MSCI setzte sich aus den alleinigen Eigentümern Morgan Stanley und Capital International zusammen, die im Jahr 2007 beim Börsengang auch die einzigen Großaktionäre waren. Morgan Stanley trennte sich dann vollständig von MSCI. Im Mai 2009 wurde das Unternehmen dann vollkommen eigenständig. Über die Jahre akquirierte MSCI eine Reihe von Firmen, wie zum Beispiel Barra, RiskMetrics Group, Measrisk, IPD und InvestorForce. MSCI gibt eine Reihe von bekannten Aktienindizes heraus. Der wohl marktbreiteste und bekannteste ist der MSCI World Index, der in der Investmentbranche auch als internationale Benchmark herangezogen wird. Der MSCI World Index wird genutzt, um die eigene Performance darzustellen und zu vergleichen.

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