Wenn der Rohölpreis wieder fällt, können Sie mit diesem ETC profitieren

Öl gehört zu den beliebtesten Energierohstoffen an der Börse und kann über verschiedene Instrumente wie Futures, Optionen oder ETCs gehandelt werden. Die bekanntesten gehandelten Rohölsorten sind die Nordseesorte Brent und das US-Rohöl WTI. Der vorliegende ETC bietet Anlegern die Möglichkeit, von sinkenden WTI-Rohölnotierungen zu profitieren. Fallen demnach die Notierungen der WTI-Futures, so steigt der Kurs des vorliegenden ETCs. Zusätzlich können Zinserträge auf das zur Sicherheit hinterlegte Kapital erzielt werden.

Informationen zum Referenzindex – NASDAQ Commodity Crude Oil Index ER (NQCICLER)

Der Referenzindex gehört zur NASDAQ-Commodity-Index-Familie, einer Reihe von Rohstoffindizes des Indexanbieters NASDAQ. Diese meist in US-Dollar berechneten Indizes ermöglichen den Handel mit Rohstoffen an US-Börsen und an den Börsen in Großbritannien.

Der vom vorgestellten ETC herangezogene Referenzindex ist der „NASDAQ Commodity Crude Oil Index ER (NQCICLER)“, der sich aus rein physischen WTI-Future-Kontrakten zusammensetzt. Die Indexhistorie reicht bis zum Januar 1999. Der Referenzindex wird jährlich zum letzten Handelstag im November überprüft. Die Indexmethodik und die Indexregeln verlangen für die fortwährende Berechnung und das weitere Bestehen des Index einen Rohstoff als Basiswert, der mindestens einen ausstehenden Marktwert von einer Milliarde US-Dollar hat und zudem in den letzten 12 Monaten ein tägliches Handelsvolumen von mindestens 100 Millionen US-Dollar aufweist. Diese Kriterien sind beim US-Rohölleitkontrakt WTI deutlich gegeben. (Daten gemäß Nasdaq-Indices vom 29. März 2019)

WTI-Futures – West Texas Intermediate Light Sweet Crude Oil Futures

Der führende US-Rohölkontrakt ist der WTI-Future. Die offizielle Bezeichnung an den Terminbörsen ist „West Texas Intermediate Light Sweet Crude Oil Futures“. Das Symbol lautet „CL“ für „Crude Light“. Gehandelt werden die WTI Futures an der New York Mercantile Exchange (NYMEX), die zur CME Group gehört.

Der aktuell zeitnächste und bereits mit dem höchsten Volumen gehandelte WTI-Kontrakt ist der WTI-Juni-Kontrakt, der am 21. Mai 2019 verfällt. Der noch am längsten laufende und handelbare Kontrakt ist der WTI-Kontrakt Februar 2028. Der WTI-Kontrakt ist der liquideste und am meisten getradete Rohölkontrakt der Welt, wobei im Schnitt täglich 1,2 Millionen WTI-Kontrakte gehandelt werden. Ein Kontrakt besteht aus 1.000 „barrel“ (Fass), also 159.000 Litern WTI-Rohöl.

Neben den allgemein bekannten US-Börsenhandelszeiten der Wall Street von 15:30 Uhr bis 22:00 Uhr MEZ kann WTI an der CME/NYMEX nahezu 24 Stunden an 6 Tagen die Woche elektronisch gehandelt werden. (Daten gemäß Chicago Mercantile Exchange vom 23. April 2019)

Produktdetails des ETC – Boost WTI Oil 1x Short Daily ETP

Der ETC kann über die London Stock Exchange in der Handelswährung Dollar (USD) gehandelt werden. Die Basiswährung ist ebenfalls der US-Dollar. Das Produkt ist nicht währungsgesichert. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko zusätzlich ein Währungsrisiko.

Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,49 Prozent. Der ETC nutzt die swap-basierte Replikationsmethode, ist physisch vollständig besichert, wurde am 08. Juni 2016 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 18. April 2019 ein NAV in Höhe von 1,649 Mio. US-Dollar. (Daten in Bezug auf den ETC stammen vom 18. April 2019 gemäß WisdomTree)

Rohöl haussiert – die Negativperformance eines Short-Produktes ist somit kein Novum

Der Referenzindex markierte am 24. Dezember 2018 mit 244,14 Indexpunkten ein übergeordnetes Verlaufstief. Zeitgleich notierte auch der aktuelle WTI-Juni-Kontrakt mit 43,94 US-Dollar auf einem Mehrjahrestief. Der Index kletterte im Anschluss bis Ostermontag, den 22. April 2019 um 124,46 Indexpunkte und wies einen Schlusskurs von 368,60 Punkten auf, während der WTI-Juni-Kontrakt mit 65,55 US-Dollar schloss. Die Performance des Referenzindex und des WTI-Juni-Kontrakts liegt demnach bei rund 50 Prozent.

Seit Jahresanfang notierte WTI im fortlaufenden Chart mit rund 41 Prozent im Plus. Der ETC notiert mit dem Schlusskurs des 22. April 2019 hingegen seit Jahresanfang mit einer Negativperformance von 25,97 Prozent. Aufgrund der jeweiligen Konstellationen am Terminmarkt können Rollverluste, Rollgewinne, Transaktionskosten und weitere Gebühren, sowie Zinserträge aus dem Bereich Collateral die Performance enorm beeinflussen.

Ein Performancevergleich kann demnach nicht als besonders zielführend bezeichnet werden. (Performancedaten in Bezug auf den ETC und den Referenzwert gemäß WisdomTree und LSE-Daten)

Expertenmeinung – auslaufende Iran-Ausnahmengenehmigungen als Kurstreiber für den Rohölpreis

Betrachtet man sich die Preisentwicklung des aktuellen WTI-Kontrakts – dem WTI-Juni2019-Kontrakt an der NYMEX, so kann deutlich von einer Ölpreisrally gesprochen werden. Seit dem längerfristigen Tief des 24. Dezember 2018 mit dem Schlusskurs von 43,94 US-Dollar konnte sich der Rohölkontrakt bis zum Schlusskurs des 22. April 2019 auf ein Hoch von 65,55 US-Dollar emporschrauben, also um 21,61 US-Dollar je Fass steigen. Das sind knapp 50 Prozent Performance demnach in weniger als vier Monaten.

Besonders am Ostermontag ging es für die beiden Rohölleitkontrakte Brent und WTI kräftig aufwärts. Seit der Lancierung der neuen US-Sanktionen gegen den Iran, die besonders ein Exportverbot von iranischem Öl umfassten, gab es für eine Reihe von Ländern zunächst für sechs Monate Ausnahmegenehmigungen. Ziel der Sanktionen ist es, den iranischen Ölexport auf nahezu Null zu drücken, um die Finanzierung von Terror durch den Iran auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Dies bedeutete, dass die acht Länder China, Indien, Japan, Taiwan, Südkorea, Türkei, Italien und Griechenland zeitlich befristet weiterhin iranisches Rohöl importieren durften, ohne selbst US-Sanktionen befürchten zu müssen. Diese Ausnahmegenehmigungen werden gemäß den Äußerungen des Weißen Hauses mit dem Beginn des Monats Mai auslaufen. Ein halbes Jahr hatten die acht Länder also Zeit, sich über anderweitige Versorgungswege zusätzlich benötigtes Rohöl zu sichern.

Die Versorgungslücke wird möglicherwiese relativ zeitnah mit saudischem, US-Rohöl und Öl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen werden können. Ebenso ist aufgrund des jüngst enorm angezogenen Ölpreises eine erhöhte Förderquote der OPEC denkbar. Demnach könnte es sich in den letzten Tagen besonders um eine Übertreibung am Ölmarkt handeln, die man mithilfe des hier vorliegenden Produktes auch handeln kann, indem man auf wieder fallende Rohölnotierungen spekuliert.

Mögliches Setup

Die derzeitige mögliche Übertreibungsphase beim Rohölpreis könnte zu einer Positionierung genutzt werden. Eine Position könnte bei 65,00 US-Dollar (USD) aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 83,50 USD liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 57,80 USD abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3.68.

Boost WTI OIl 1x Short Daily ETP – Funktionsweise und Sicherheiten

ETCs sind der Bezeichnung nach „Exchange Traded Commodities“, also an der Börse handelbare Rohstoffe. Von der rein juristischen Einstufung ist ein ETC nicht wie ein ETF Sondervermögen, sondern eine Inhaberschuldverschreibung. Diese Inhaberschuldverschreibungen verbriefen dem Anleger das Recht an dem zugrundeliegenden Basiswert, wie hier im vorliegenden Fall, den im Produkt erworbenen WTI-Terminkontrakten. Im präsentierten Produkt ist der Emittent die „Boost Issuer PLC“ mit Sitz in Irland die dem Emittent WisdomTree zuzuordnen ist. Die zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Bank of Ireland und die in London ansässige FCA – Financial Conduct Authority.

Der vorliegende ETC ist ein vollständig besichertes Produkt. Der Handel erfolgt wie bei einer Aktie börsentäglich. Dies bedeutet, der ETC kann wie eine Aktie an der Börse beliebig gekauft oder verkauft werden. Der ETC erzielt seine Performance mittels der inversen Abbildung des Referenzindex „NQCICLER“ zusätzlich eines jeweiligen „Collateral“. Der zusätzliche Ertrag aus dem Bereich „Collateral“ stammt von Zinserträgen auf das als Sicherheit hinterlegte Kapital. Sollte der Referenzindex „NQCICLER“ um einen Prozentpunkt ansteigen, so würde der ETC einen Prozentpunkt verlieren und vice versa. Sollte man den ETC mehrere Tage oder Wochen halten, so addieren sich zusätzlich die das Produkt finanzierenden täglichen Zinsen hinzu. Sollte sich der Referenzindex zum Beispiel über mehrere Tage oder gar Wochen seitwärts entwickeln, so wird der ETC aufgrund der aufgelaufenen Zinsbelastungen eine Negativperformance aufweisen und dies obwohl der Referenzindex kaum eine Veränderung in der Performance aufweist. (Daten in Bezug auf den ETC stammen vom 18. April 2019 gemäß WisdomTree)

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