Trump und der aktuelle Weg des Geldes – CoT Report

Der neue Präsident der USA ist jetzt im Amt und die westliche Presse ist sich einig, Gefahr zieht am Himmel auf. Das ist zumindest mein Eindruck, wenn ich mir nur die Schlagzeilen in den Zeitungen ansehe. Dazu kommt noch, dass George Soros kürzlich den „Trump-Crash“ in Davos auf dem WEF (Weltwirtschaftsforum engl. World Economic Forum) Treffen prognostizierte. Dass Soros nicht besonders gut auf Trump zu sprechen ist, erscheint angesichts der Tatsache, dass er Hillary Clinton mit großen Wahlspenden unterstützte und durch die Wahl von Trump eine Milliarde USD verlor, wenig verwunderlich.

Doch bevor ich mich weiter in Vermutungen und Schuldzuweisungen verlaufe, sehen wir uns doch einfach den Weg des Kapitals an den US-Börsen etwas genauer an. Wie immer nutze ich hierfür die CoT Reports.

CoT-Insider

Die größten Positionen werden im Energiesektor und in den US-Zinsen gehalten. Die blauen Balken zeigen mir die Höhe der Margin-Hinterlegung (Anzahl der Kontrakte multipliziert mal Margin). Die grünen Balken zeigen die netto Long-Positionen und die roten Balken die netto Short-Positionen an. Die kleinen gelben Balken verraten uns, wie viel Kapital in der letzten Woche in diesen Sektor kam oder abgezogen wurde.

Wir sehen große und damit relevante Veränderungen in den Aktien-, Fleisch-, Weichwaren- und Getreidemärkten. Natürlich haben die Märkte Angst vor einem Crash in den Aktien, doch offenbar überwiegt die Angst vor einem Preisverfall in den Energiemärkten. Hier finden wir die größten Absicherungspositionen aller Sektoren. Selbst wenn wir die Positionen des US-Aktienmarktes und den Metallmarkt zusammen addieren, erreichen wir nicht die Größen des Energiesektors.

Trotz Trump setzen die Insider bei den US-Zinsen weiter auf steigende Kurse – zum Glück müssen wir das nicht verstehen. Wie sehen die einzelnen Märkte mit den wichtigsten Zeitfenstern (drei, sechs, 12 und 36 Monate) aus und was verraten uns die beiden CoT Reports?

CoT-Daten-Finanz-Geld

Die Analyse der extremen Positionen der Insider in den Finanzmärkten zeigt eine Überraschung. In den Aktienmärkten (gelb) sind kaum nennenswerte Positionen vorhanden.

Dafür kann es zwei Gründe geben:

Die Insider warten ab und wollen für beide Richtungen offen sein
Die Insider haben sich aus diesem Markt zurückgezogen

Egal welcher Punkt wahr ist, bei einem Crash bluten am Ende wohl nur die privaten Investoren. Wo das viele Kapital aus den Aktienmärkten hin ist, wissen wir, es befindet sich in den Energie- und US-Zinsmärkten. Wobei das Kapital nur in den Zinsen „zur Sicherheit“ geparkt wurde. Hier entscheidet letztendlich die FED, wie es weitergeht mit den Zinsen. Es wird spannend für mich, ob sich Trump gegen die FED stellen wird oder ob er sich in die Richtung der FED bewegen muss.

Was aus diesen Zahlen für den Crash spricht – kommt es zu starken Kursverlusten an den Aktienmärkten, dann gibt es nicht wirklich große Käufer im US-Aktienmarkt, welche sich gegen die Kursverluste stellen können oder wollen. Der Run in die Zinsen macht dann mehr als Sinn, nach dem Crash können die Insider preiswert in den Aktienmarkt einsteigen. Die FED wird dies dann bestimmt wieder gerne unterstützen.

Rohstoffmärkte

CoT-Daten-Rohstoffe

Die Insider sind positiv für Gold (GC) und negativ für den Energiesektor (rote Umrandung) gestimmt. Hier sind vor allem das Benzin (RB) und das Crude Oil (CL) zu nennen. Ein weiterer Markt ist das Sojamehl.

Expertenmeinung: George Soros scheint mit einer Prognose des „Trump-Crash“ richtig zu liegen. Die Insider halten sich vornehm aus den Aktienmärkten zurück und parken ihr Kapital in sicheren Häfen. Folgen wir also der Spur des Geldes, denn so lassen wir uns nicht auf dem falschen Fuß erwischen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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CoT Report

Kurz vor US-Börsenschluss wird jede Woche um 21:30 Uhr der Commitments of Traders Report (CoT-Bericht) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlicht. Die grafisch aufbereiteten COT-Daten bekommen Anleger auf der Seite Commitments of Traders Report von LYNX tagesaktuell zur Verfügung gestellt.

Mike C. Kock

Mike C. Kock

Trader, Analyst und Autor

Mike C. Kock ist Jahrgang 1965 – Trader, Analyst und Autor. Im Frühjahr 2008 erschien sein Buch „25 Märkte – 100 Chancen“, ein Grundlagenwerk über Rohstoffe und deren erfolgreicher Handel. Er ist seit mehreren Jahren freier Referent für Banken in den Bereichen Derivate, Strukturierte Produkte und Portfoliomanagement. Als ehemaliger Regionalmanager des Berufsverbandes der Technischen Analysten der VTAD e.V. kennt er die Schwächen der TA – sie ist eben keine klare Wissenschaft und jeder Ansatz hat seine Risiken. Langfristiger Gewinn ist nur durch striktes Risiko Management möglich.

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