Trump soll die Goldpreise steigen lassen – wirklich?

In verschiedenen Foren können wir die These lesen, dass der neue US-Präsident Donald Trump die Goldpreise nach oben steigen lässt. Der Blick auf den Chart scheint dies zu bestätigen. Gold ist an der Marke von 1250 USD pro Unze. Das scheint für die Trump-These zu passen, doch werfen wir einen weiteren Blick auf den Goldmarkt. Ein Chart zeigt zwar vieles, sagt aber nicht immer alles. Sehen wir uns zuerst die aktuellen CoT Report Zahlen vom Goldmarkt in den USA an.

CoT Gold Report

CoT-Gold-Report

Auch diese Zahlen passen zum Bild, alle Marktteilnehmer haben sich richtig positioniert. Alle Spekulanten stehen auf der Kaufseite und die Commercials sichern sich diese möglichen Verkaufspreise natürlich ab. Positiv ist auch, dass die Positionen sich nicht im extremen Bereich befinden, sondern bedeutend tiefer. Dies ist auf den Monats-Chart von Gold zu erkennen.

Gold Chart

Gold-Chart

Übertreibungen bei den Trendtreibern sehe ich erst, wenn diese Gruppe Netto-Long-Positionen von mehr als 205.000 Kontrakten innehat. Die Insider waren selten Netto-Long. Damals, bei Preisen zwischen 250 und 400 USD, waren sie es und wir sind erst ab ungefähr 2005 mit auf diesen Zug aufgesprungen. Nun zählen andere Punkte bei den Insidern. Es sind nicht mehr die wirklichen Netto-Long-Momente, sondern das „nahe“ erreichen der Nulllinie der Insider. Plus – das Verhalten der privaten Trader und der Gold ETFs. Gerade die ETFs gibt es erst seit 2004 im Markt und sind eine immer wichtigere Gruppe von Trendtreibern. Eine sehr gute Quelle für das Verhalten der Gold ETFs ist das World Gold Council. Hier sind die aktuellen Zahlen von den Veränderungen von 2015 zu 2016.

Hier sehen Sie die Veränderungen in Zahlen:

Gold-2015-2016

Grüne Balken sind die positiven Veränderungen im weltweiten Goldmarkt.

Gold-2015-2016-Zahlen

In den goldgedeckten ETFs wurden 2015 noch über 128 Tonnen Gold abgezogen, doch 2016 flossen über 531 Tonnen Gold wieder zurück. Das sind beeindruckende Zahlen, doch ehrlich, das war 2016 und keiner glaubte, dass Donald Trump eine reale Chance hat der neue US Präsident zu werden. Die größten Abflüsse von Gold waren in den USA genau in den Monaten November und Dezember – knapp 140 Tonnen Gold. Sehen wir uns noch die Top 15 ETFs an.

Bei diesen Top 15 Fonds finden wir ganz weit oben zwei US gelistete Gold ETFs und zwei weitere weiter unten. Wir sehen, an Trump kann es also nicht wirklich liegen, dass die Goldpreise steigen. Zwar spricht er positiv von Gold, doch seinen unternehmerischen Erfolg als Bauunternehmer hat er mit normalem Papiergeld erreicht. Er ist und bleibt ein typischer Vertreter der US-Wirtschaft. Da ist es wahrscheinlicher, dass die Goldpreise nach oben springen, wenn China eine goldgedeckte Währung installieren möchte.

Gold: Top 15 Fonds

Gold-ETFs

Gold ist nach oben gelaufen, weil Gold ab Dezember bis Ende Februar eine starke saisonale Phase hat. Ab März sehe ich nur eine Chance von knapp 35 Prozent, dass sich dieser Trend nach oben fortsetzen wird. Seit 1983 lagen nur 12 Jahre im Plus. Positiver Optimismus im Gold ist angebracht, doch die Realität der letzten 35 Jahre sieht leider anders aus.

Expertenmeinung: Positiv für steigende Goldpreise sind die aktuellen Netto-Positionen der Marktteilnehmer. Diese haben sich richtig positioniert und noch keine extremen Werte erreicht. Positiv ist auch der aktuelle Aufwärtstrend, doch mit einer Wahrscheinlichkeit von über 60 Prozent wird dieser ab März nach unten drehen. Ab August wird es wieder eine saisonale Unterstützung für einen starken Goldpreis geben. Was Gold also wirklich weiter nach oben treiben kann, ist nicht der amtierende US-Präsident, sondern ein möglicher schwacher USD und ein schwaches wirtschaftliches Umfeld. Lassen wir Trump seine ersten 100 Tage im Amt und sehen, was er wirklich in der Lage ist, zu bewegen.

So, das war es für heute von meiner Seite! Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Trading!

Mike C. Kock

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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CoT Report

Kurz vor US-Börsenschluss wird jede Woche um 21:30 Uhr der Commitments of Traders Report (CoT-Bericht) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlicht. Die grafisch aufbereiteten COT-Daten bekommen Anleger auf der Seite Commitments of Traders Report von LYNX tagesaktuell zur Verfügung gestellt.

Mike C. Kock

Mike C. Kock

Trader, Analyst und Autor

Mike C. Kock ist Jahrgang 1965 – Trader, Analyst und Autor. Im Frühjahr 2008 erschien sein Buch „25 Märkte – 100 Chancen“, ein Grundlagenwerk über Rohstoffe und deren erfolgreicher Handel. Er ist seit mehreren Jahren freier Referent für Banken in den Bereichen Derivate, Strukturierte Produkte und Portfoliomanagement. Als ehemaliger Regionalmanager des Berufsverbandes der Technischen Analysten der VTAD e.V. kennt er die Schwächen der TA – sie ist eben keine klare Wissenschaft und jeder Ansatz hat seine Risiken. Langfristiger Gewinn ist nur durch striktes Risiko Management möglich.

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