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MDAX: Langfristiger Aufwärtstrend in Gefahr

Am Dienstag schien es noch, als könnte sich der MDAX auf Höhe des bisherigen Jahrestiefs vom Februar (24.808 Punkte) stabilisieren. Der Index war zwar im Handelsverlauf darunter gerutscht, schloss aber mit 24.785 Zählern noch im Einflussbereich dieser Marke. Am Mittwoch war die Hoffnung indes sofort dahin.

Die Bären legten einen Start-Ziel-Sieg hin. Der Index schloss außer Reichweite des Februar-Tiefs und auf Tagestief. Aber was besonders interessant war, war der Donnerstag:

Die haltlos abrutschenden US-Indizes des Mittwochabends sorgten dafür, dass viele Akteure ihre MDAX-Aktien unlimitiert auf den Markt warfen. Es entstand ein gut 300 Punkte umfassendes Down-Gap. Aber als es schien, als würden die US-Börsen ihr vorbörsliches Minus abschütteln, wurde sofort zugegriffen … um am Ende doch knapp unter dem Eröffnungskurs und mit 1,43 Prozent im Minus zu schließen.

Die enttäuschte Hoffnung auf eine Wende, die durch diesen Abverkauf der Aufholjagd entsteht, ist ein Klotz am Bein derer, die nach einem Abriss des MDAX von 2.500 Punkten, gerechnet vom Hoch des 1. Oktober, auf Käufer warten und bangen, dass die diesen Selloff aufhalten. Aber das könnte auch aus einem anderen Grund schiefgehen:

Diese sofortige Bereitschaft, beim kleinsten Anzeichen einer Stabilisierung zuzugreifen, wie man sie am Donnerstag nach US-Handelsbeginn bei allen deutschen Indizes beobachten konnte zeigt, dass viele denken, dass „buy on dips“ eine tadellose Idee ist, weil auch dieser Abwärtsimpuls am Ende nur die Basis für einen neuen Aufwärtsschub und ggf. sogar für neue Rekordhochs darstellen wird.

Da ist noch zu wenig Angst dabei, wie es scheint. Und Panik, die oft mit einem finalen Ausverkauf einhergeht, schon gar nicht. Das heißt nicht zwingend, dass der MDAX weiter abrutschen muss. Aber es sollte klar machen, dass dieses Risiko durchaus besteht. Und ein potenzieller „Trigger“, um weiteren Abgabedruck auszulösen, ist mittlerweile sehr nahe gekommen:

Um 23.200 Punkte verläuft die langfristige, aus dem Jahr 2011 stammende Aufwärtstrendlinie des MDAX, wie der Chart auf Wochenbasis zeigt. Und dieser langfristige Chart zeigt auch, dass die nächste nennenswerte Auffangzone dann erst im Bereich von 21.500/22.000 Punkten wartet.

Chart auf Wochenbasis vom 11.10.2018, Kurs 23.787,23 Punkte, Kürzel MDAX

Das ist eine Perspektive, bei der sich die Frage stellen muss, ob heute, zum Ende einer kaum noch zu drehenden Woche, wirklich allzu viele den Versuch wagen, aktiv auf der Käuferseite dagegenzuhalten, statt nur zu hoffen, dass es andere tun mögen. Und sollte Gegenwehr der Bullen ausbleiben oder, noch demotivierender, scheitern, müssen die vorgenannten Chartmarken nicht halten.

Denn dann wäre tatsächlich eine Situation gegeben, in der blanke Angst das Handeln vieler Akteure bestimmt, die dann egal wie aus dem Markt heraus wollen. Sich gegen diesen derzeit äußerst dynamischen Abwärtsimpuls zu stellen, wäre daher ein Risiko, das nicht kalkulierbar wäre und ist daher im Vorfeld glaubwürdig effektiver Gegenwehr keinesfalls ratsam.

Chart auf Tagesbasis vom 11.10.2018, Kurs 23.787,23 Punkte, Kürzel MDAX

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