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Dialog Semiconductor: Vom Fallobst zur Kursrakete

Der Gesamtmarkt fällt erneut erheblich – und eine einzige Aktie haussiert. Eine, die noch am Mittwoch ebenfalls auf dem absteigenden Ast unterwegs war. Und bei der das Chartbild erwarten ließ, dass es damit am Donnerstag weitergehen würde. Aber dann wurde die Aktie des Chipherstellers Dialog Semiconductor, die seit Frühjahr 2017 massiv gedrückt wurde und erst zu Beginn des dritten Quartals eine Wende initiierte, zur Kursrakete.

Und das wegen genau des Unternehmens, dessen angebliche Pläne im Vorfeld diese eineinviertel Jahre währende Baisse auslöste: Apple. Lange genug hatte es gedauert, bis die Marktteilnehmer erkannten, dass, wäre etwas an der im April 2017 aufgekommen Mutmaßung dran, dass der mit Abstand größte Kunde Apple bald eigene Chips bauen werde und Dialog Semiconductor dann im Regen stünde, lägst etwas in diese Richtung hätte passieren müssen.

Erst im Sommer fasste man Mut, sammelte diese Aktie wieder ein. Nur, um festzustellen, dass die 200-Tage-Linie offenbar eine Hürde war, an der der Kurs nicht vorbeikommt. Mehrfach wurde im September und noch zu Monatsbeginn versucht, an dieser im Chart dick schwarz hervorgehobenen Linie vorbei zu kommen – vergebens. Daraufhin drehte Dialog Semiconductor ab, durchbrach den kurzfristigen Aufwärtstrend. Es sah finster aus … bis gestern. Denn kam eine Meldung von Apple, die Dialog Semiconductor tatsächlich betraf:

Expertenmeinung: Apple übernimmt Teile von Dialog Semiconductor einschließlich ein Achtel der Belegschaft des Chipherstellers. Das kann man als Teilübernahme werten. Apple bezahlt dafür insgesamt 600 Millionen US-Dollar. Und die wiederum will Dialog Semiconductor nutzen, um eigene Aktien zurückzukaufen. Ein bullischer Doppelschlag also:

Zum einen wird so deutlich, dass Apple keineswegs abspringt, man rückt im Gegenteil enger zusammen. Zum anderen bekommt der Kurs durch die avisierten Rückkäufe, die nach Aussage des Unternehmens bis zu zehn Prozent der umlaufenden Aktien umfassen sollen, zusätzlich Rückenwind, weil das den Wert der verbleibenden Aktien entsprechend steigert.

ls Reaktion auf diese Nachricht machte die Aktie gleich zur Eröffnung einen Riesensatz und startete über der Linie, an der es vorher kein Vorbeikommen gab: über der 200-Tage-Linie. Es war indes auffällig, dass der Kurs trotz des auch am Ende noch gewaltigen Plus von gut 26 Prozent deutlich unter den Tageshochs schloss. Die Widerstandszone 21,48/22,32 Euro war im Tageshoch bereits überboten, zum Handelsende schloss die Dialog-Aktie aber doch darunter. Auch, wenn diese Nachrichten ohne Wenn und Aber ganz außerordentlich erfreulich sind:

In diesem ansonsten extrem nervösen Marktumfeld kann es leicht dazu kommen, dass solche Gewinne nicht aus der mittelfristigen Perspektive gesehen werden, sondern manche hier nur eine Aktie sehen, die durch einen günstigen Zufall auf einmal so hoch steht, dass sie dazu taugt, die eigenen Barbestände zu erhöhen, ohne Verluste realisieren zu müssen. Wer hier Long wäre, sollte daher überlegen, einen Stoppkurs um 18,90 Euro, auf dem Niveau der knapp unter der 200-Tage-Linie verlaufenden 20-Tage-Linie, einzuziehen.

Chart vom 11.10.2018, Kurs 21,00 Euro, Kürzel DLG

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