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TecDAX: Dieser seidene Faden ist wirklich dünn

Die erste Woche im neuen Quartal begann mit Käufen. Aber sie endete unterhalb des Schlusskurses, den der TecDAX zum Ultimo des dritten Quartals eine Woche vorher auswies. Das ist ernüchternd, alleine, weil es eben ein Fehlstart wurde. Und wie so oft kommen dann Fragen wie „warum jetzt“ oder „warum fällt der TecDAX überhaupt“?

Die Antwort wirkt ebenso lapidar wie unbefriedigend, aber sie Börse funktioniert eben so: Offensichtlich war es mit dem Optimismus der Marktteilnehmer nicht so weit her wie viele hofften. Und bei einem Umfeld, das genügend Argumente liefern würde, um eher vorsichtig zu sein, reicht es oft aus, wenn die ersten Akteure das Handtuch werfen, um eine Massenflucht auszulösen. Zumal, der Chart zeigt es ja:

Kurzfristig hatte das bullische Lager den Trend nicht gerade zum Freund, der September war für den TecDAX ein äußerst schlechter Monat gewesen. Aber ob man es „Massenflucht“ oder „Lawine“ nennen will: Noch ist es dazu nicht gekommen. Der TecDAX wäre zwar jetzt für ein solches Szenario in Startposition. Aber erst, wenn die nächstgelegenen, jetzt angesteuerten Unterstützungen auch wirklich gebrochen sind, würde der Abwärtstrend des Index von der kurzfristigen auf die mittelfristige Ebene gehoben.

Sie sehen im Chart auf Wochenbasis, dass der Index durch den Abgabedruck des Donnerstags und des Freitags an eine massive Unterstützungszone herangelaufen ist, die auf der Unterseite durch die obere Begrenzung des aus dem Jahr 2014 stammenden Aufwärtstrendkanals bei 2.640 Punkten abgeschlossen wird. Bis dahin wären es noch vier Prozent Spielraum. Darunter allerdings dürfte es schnell herbstlich für die Bullen werden. Da wäre noch das Juni-Tief bei 2.625 Punkten als mögliche Haltemarke.

Aber diese Linie ist weit weniger mächtig als die darüber liegenden. Ob ausgerechnet die dann standhalten würde, ist daher fraglich. Ein Abrutschen in Richtung von 2.400 Zählern wäre dann die wahrscheinlichere Variante. Aber wie gesagt: Noch wäre der TecDAX zu retten.

Chart auf Wochenbasis vom 05.10.2018, Kurs 2.745,14 Punkte, Kürzel TDX

Denn mit den Abschlägen des Freitags ist der Index an die markante Kreuzunterstützung aus den Zwischenhochs vom Januar und März sowie der 200-Tage-Linie im Bereich 2.726/2.736 Punkte herangelaufen. Dass er nahe am Tagestief schloss, ihn also womöglich nur das Handelsende davor bewahrte, dort hindurch zu rutschen, ist eine Sache.

Aber zu diesem Zeitpunkt war völlig offen, ob die Wall Street, die in diesem Moment intensiv abwärts tendierte, weiter fällt, es womöglich zu äußerst negativen Vorgaben aus Übersee für den Start in die Woche käme. Doch dort gelang es, zumindest allzu heftige Abschläge zum Wochenschluss zu verhindern. Das kann eine Motivation sein, diesen jetzt äußerst dünnen seidenen Faden, an dem der TecDAX hängt, zu nutzen, um sich von dieser Supportzone aus wieder nach oben zu schwingen. Aber:

Der TecDAX müsste schon mindestens über 2.865 Punkten und damit über der jetzt nach unten durchbrochenen Seitwärtsspanne schließen, um kurzfristig wieder auf festerem Boden zu stehen. Auf der Unterseite aber würde der Bruch der jetzt erreichten Auffangzone 2.726/2.736 Punkte den ersten, ein Schlusskurs unter 2.640 Punkten den zweiten Streich zu Gunsten eines bärischen Herbsts bedeuten.

Chart auf Tagesbasis vom 05.10.2018, Kurs 2.745,14 Punkte, Kürzel TDX

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