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Dow Jones: Bullen kontra doppelten Abendstern!

Wenn man nach Aspekten sucht, die derzeit beim US-Index-Flaggschiff Dow Jones zu Gunsten der Bullen sprechen, fällt die Liste überschaubar aus: auf ihr steht momentan nichts. Nicht einmal der Umstand, dass der Dow Jones zuletzt seine alte Rekordmarke vom Januar überwunden hat. Denn nicht nur, dass er jetzt wieder darunter notiert. Die Art und Weise, wie er sich wieder unter das Januar-Hoch begeben hat, ist außergewöhnlich bärisch.

Wenn der Anstieg über eine Rekordmarke zeitnah zurückgenommen wird, statt zu Anschlusskäufen zu führen, ist das schon nicht gerade gut. Aber bei einem die Gewinne der US-Exporteure ausbremsenden, steigenden US-Dollar, markant gestiegenen Ölpreisen und den immer näher rückenden, völlig offenen Zwischenwahlen (6. November), deren Ausgang massive Bedeutung für die wirtschaftlichen Perspektiven hat, kann man schon auf den Gedanken kommen, dass das bullische Lager jetzt sein Pulver wirklich verschossen hat.

Und die Bären hätten zudem zwei gewichtige Argumente im Chart auf Candlestick-Basis auf ihrer Seite:

Expertenmeinung: Zwei potenzielle Trendwendeformationen in Form von „Evening Stars“ (Abendsternen) in weniger als drei Wochen, beide oberhalb des alten Rekordhochs entstanden, das ist schon ein Wort. Diese Kombination aus einer grünen Kerze, einem isoliert über der Kerze stehenden Doji und einer unmittelbar folgenden roten Kerze indiziert einen Wechsel in der Dominanz, hin zu den Verkäufern.

Nicht gut, wenn das ausgerechnet dann passiert, wenn die Bullen eigentlich mit Anschlusskäufen rechnen. Der erste Abendstern tauchte Ende September auf. Und er war insofern „gültig“, als diesem Abendstern unmittelbar eine weitere rote Kerze folgte und die Formation dadurch bestätigte. Der Index bröckelte folgerichtig auch ab. Aber mit dem neuen Quartal wurde erst einmal massiv gekauft.

Der Dow Jones startete fulminant in das vierte Quartal und schloss bereits am Dienstag über diesem ersten Abendstern. Das sah gut aus – aber nicht lange. Denn der Mittwoch brachte zwar ein neues Verlaufshoch … aber auch wieder einen Doji. Gefolgt von einer roten Kerze.

Der zweite Abendstern war entstanden. Knapp über dem ersten, und wiederum, am Freitag, durch eine rote Kerze bestätigt. Dass die Bullen am Donnerstag ebenso wie am Freitag versuchten, die Verluste aufzukaufen, wirkt da wie eine Verzweiflungstat. Denn sollten diese Käufe nicht fruchten, würden die da gekauften Aktien gleich mit auf den Markt geworden und den Druck nur erhöhen.

Dass der Index dabei in beiden Fällen am oberen Ende seines Ende Juni etablierten Aufwärtstrendkanals nach unten abdrehte und mittlerweile auch der Trendfolgeindikator MACD auf Verkauf gedreht hat, tut ein Übriges, um deutlich zu machen, dass sich die Bullen jetzt gewaltig strecken müssen, um einen für sie äußerst unangenehmen Herbst noch zu verhindern.

Chart vom 05.10.2018, Kurs 26.447,05 Punkte, Kürzel INDU

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