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Nordex: Hier kommt an den Bären noch keiner vorbei

Ein Minus von über sechs Prozent, und das ohne neue Nachrichten: Das war ein Start ins vierte Quartal, wie er nicht unerfreulicher hätte sein können. Die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex stellte damit den Top-Verlierer des TecDAX zum Quartalsstart. Und der Chart suggeriert:

Das könnte womöglich erst der Startschuss eines neuen Abwärtsimpulses gewesen sein. Dabei ist es schon richtig, dass Nordex seit einiger Zeit der Wind ins Gesicht bläst, statt den Gewinnen Rückenwind zu verleihen. Im laufenden Jahr wird es mit einem Gewinn wohl nichts.

Aber es gibt Unternehmen, die einen noch schwereren Stand haben und deren Aktien trotzdem von Zuversicht geprägt sind. Und Nordex kann immerhin äußerst erfreuliche, gegenüber 2017 deutlich höhere Auftragseingänge vorweisen, die die Chance offerieren, kommendes Jahr in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. Hinzu kommt, dass es für Nordex einen Schub bedeuten könnte, würden seitens der Bundesregierung die ausstehenden Entscheidungen zur Förderung der Windkraft fallen. Aber es ist auch durchaus nicht so, dass Anleger nicht immer wieder neue Hoffnung schöpfen und zugreifen würden. Sie haben nur das Problem, dass ihre Käufe immer wieder ohne Effekt bleiben, denn:

Expertenmeinung: Immer dann, wenn wichtige Hürden anstehen oder Widerstände überboten wurden und man auf Anschlusskäufe wartet, wird die Aktie plötzlich unter Druck gesetzt. Die Leerverkäufer haben Nordex fest im Griff. Ein Ausbruch aus der breiten, seit gut einem Jahr geltenden Seitwärtsspanne nach oben erscheint in dieser Gemengelage nur dann möglich, sollte es bei Nordex zu wirklich extrem positiven Nachrichten kommen:

Zuschläge bei großen Windkraftprojekten im Zuge der Förderung (die nicht vorankommt) oder eine Rolle als Übernahmekandidat könnten das bewerkstelligen. Ansonsten bräuchte es den langen Weg, den zurück zu nachhaltig schwarzen Zahlen in der Bilanz. Und das geht nicht schnell. Auf der Trading-Ebene kann es indes durchaus sein, dass die Aktie ein wenig Luft nach oben bekommt, sollten die Bären überrumpelt werden.

Eine Möglichkeit wäre ein eindeutiger Anstieg über die aktuell bei 9,48 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Ganze sechs Mal war Nordex in den letzten sechs Wochen an bzw. sogar kurz über diese Linie gelaufen, jedes einzelne Mal wurde der Kurs sofort nach unten abgewiesen. Das macht sehr deutlich:

Die Bären haben nicht vor, die Käufer dort vorbei zu lassen. Gelänge es doch, kann eine Eindeckungswelle der dann in die Defensive gedrängten Leerverkäufer die Aktie durchaus bis in den oberen Bereich dieser bis 11,70 Euro reichenden, breiten Handelsspanne tragen. Aber die wahrscheinlichere Variante wäre momentan eine Attacke an den Unterstützungsbereich 8,17/8,31 Euro. Eine Attacke, die mit Blick auf die Dynamik, mit der die Bären die Aktie am Montag zu drücken vermochten, durchaus Chancen auf Erfolg hätte.

Chart vom 01.10.2018, Kurs 8,68 Euro, Kürzel NDX1

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