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Fresenius: Gerichtsurteil zu Akorn, fliegt jetzt der Deckel?

Fresenius SE ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für Dialyse, Krankenhaus und die ambulante Versorgung von Patienten. Das Unternehmen ist mit über 270.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern tätig.

Die Fresenius Gruppe ist in vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche gegliedert. Fresenius Helios ist Europas größte private Klinik-Gruppe. Kabi bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke. Fresenius Vamed ist auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen spezialisiert.

Darüber hinaus hält der Konzern über 30% an Fresenius Medical Care, weltweit führend bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen.

Top-Performer im Dax

In den zurückliegenden zehn Jahren konnte der Umsatz von 12,3 auf 33,9 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,53 auf 3,25 Euro je Aktie. Die langfristige Performance ist also wirklich beeindruckend, auch in seiner Konstanz.

Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass Fresenius Deutschlands einziger Aristokrat ist. Die Dividende wurde mehr als 25 Jahre durchgehend erhöht. In den letzten zehn Jahren von 0,22 auf 0,75 je Aktie, dennoch liegt die Ausschüttungsquote lediglich bei 20%.

Gerichtsurteil: Fresenius muss Akorn nicht übernehmen

Im Rechtsstreit um die geplatzte Übernahme von Akorn kann Fresenius vorerst aufatmen.

Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Delaware sah ausreichend Gründe für einen Rückzug der Deutschen.
Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig und selbstverständlich will Akorn in Berufung gehen.

Fresenius hatte im April überraschend einen Rücktritt von der Übernahme angekündigt und schwere Vorwürfe erhoben. Akorn habe der US-Arzneimittelbehörde FDA demnach wissentlich gefälschte Testergebnisse vorgelegt. Selbst von Betrug durch den Vorstand des US-Konzerns war die Rede.

Für beide Seiten geht es um eine Menge Geld, denn der Übernahmepreis hätte bei 4,75 Mrd. USD gelegen.
Nach der Urteilsverkündung brachen die Papiere von Akorn um mehr als 50% ein. Derzeit ist das Unternehmen an der Börse nur noch 672 Mio. USD Wert, also weit entfernt vom damaligen Kaufpreis.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Fresenius kommt im Vergleich dazu auf einen Börsenwert von 38,1 Mrd. Euro, also kaum mehr als den eigenen Jahresumsatz. Die Dividendenrendite beträgt knapp 1,3%.

Das KGVe liegt im laufenden Geschäftsjahr bei 19,8 und für 2019 bei 18,2.
Im historischen Vergleich ist der Wert somit günstig bewertet, in den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 23,6.

Der freie Cashflow liegt in den meisten Jahren über dem Gewinn und dementsprechend ist der Multiplikator hier noch etwas besser.
Die Chance stehen also gut, dass ein Investment überdurchschnittliche Rendite erzielen und den Dax outperformen wird.

Charttechnik

Die langfristigen Aufwärtstrends sind vollkommen intakt und die Aktie hat nahe 60 Euro einen Boden ausgebildet.

In den letzten Monaten ist Fresenius mehrfach am Widerstand bei 70 Euro gescheitert. Gelingt nun endlich ein nachhaltiger Ausbruch, kommt es zu einem Kaufsignal mit Kurszielen bei 72,50 sowie 75 und 80 Euro.

Antizyklische Käufe bieten sich zwischen 62,50 und 65 Euro an.

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