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Aixtron: Pullback oder Bärenfalle?

Wer lange genug anklopft, dem wird irgendwann aufgetan: Nach diesem Motto ging das Bären-Lager bei der Aktie des Anlagenbauers und Halbleiterindustrie-Ausrüsters Aixtron vor. Immer wieder wurde die Zone um 9,80/10,00 Euro attackiert. Und in der Vorwoche gab sie endlich nach.

Das sorgte, nicht überraschend, für einen rasanten Abverkauf. Denn all diejenigen, die versucht hatten, den Kurs über dem im Juli markierten, vorherigen Jahrestief bei 9,79 Euro zu halten, mussten ein ums andere Mal kaufen, um die Aktie zu stabilisieren. Und natürlich haben diese Käufer ihr Risiko begrenzt, indem sie diese Käufe mit engen Stop Loss unterhalb dieser Auffangzone abgesichert hatten.

Die wurden alle auf einmal ausgelöst, intensivierten den Abwärtsschub. Und wer keinen Stop Loss platziert, sondern eine Absicherung auf Schlusskursbasis eingezogen hatte, verkaufte am Folgetag. Doch am Montag kamen auf einmal Käufe auf. Und nicht nur das, dadurch entstand ein „bullish engulfing pattern“, eine grüne Kerze, die den roten Kerzenkörper des vorangegangenen Handelstags komplett einhüllte. Könnte dieser Ausbruch womöglich zu einer Bärenfalle werden, die Aktie jetzt mit dem Rückenwind dieses positiven Signals im Candlestick-Chart davonziehen?

Expertenmeinung: Das ist nie auszuschließen, aber nicht besonders wahrscheinlich. Die Basis des Abstiegs der Aktie bleibt erhalten. Konkret die Sorge, dass nachlassendes Wachstum, womöglich sogar eine rückläufige Entwicklung, bei den Chipherstellern dazu führen kann, dass das Pflänzchen zarter Gewinne bei Aixtron vertrocknet, weil man in der Halbleiterindustrie bei nachlassendem Wachstum schnell Aufträge im Bereich neuer Anlagen verschiebt oder sogar streicht.

Hinzu kommt die charttechnische Komponente: An die jetzt durchschlagene Unterstützungszone von unten heranzukommen ist sicher machbar. Aber durch sie hindurch zu kommen, dürfte sehr schwierig werden, zwischen 9,79 und 10,70 Euro warten gleich mehrere Hürden.

Wahrscheinlicher wäre daher ein Pullback an diesen Ausbruchslevel, der über kurz oder lang in einen erneuten Abwärtsimpuls übergeht. Zumal diese Käufe des Montags allemal vor allem von den Bären selbst kommen könnten. Denn wer seinen Gewinn auf der Short-Seite mitnehmen will, muss die vorher leer verkauften Aktien kaufen, um sich neutral zu stellen – und das treibt den Kurs. Noch hätten Käufe hier also bestenfalls den Status von nicht gerade erfolgversprechenden Hoffnungskäufen.

Chart vom 01.10.2018, Kurs 9,25 Euro, Kürzel AIXA

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