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Nasdaq 100: Ein Rückgrat namens 50 Tage-Linie

„Daumen Hoch“, das gehört beim technologielastigen Nasdaq 100 zum guten Ton. Da gab es zwar diese heftigen, rasanten Korrekturen Ende Januar/Anfang Februar und Mitte März. Aber das ist für bullische Trader, die sich sicher sind, hier zu Long-Trades keinerlei Alternative zu haben, lange her.

Seither erreicht der Index ein neues Rekordhoch nach dem anderen … und aus dem heimlichen Wunsch der ewigen Hausse wurde für manche eine Gewissheit. Rauf immer, runter nimmer. Zumindest sieht es so aus. Negative Nachrichten bleiben zwar nicht aus, aber es gelingt immer wieder, diese „abzuleiten“, indem man das Geld aus schwächelnden Papieren wie Facebook abzieht und einfach in Aktien steckt, zu denen es gerade keine negativen Nachrichten gibt.

Wobei keine Nachrichten automatisch gute Nachrichten sind, das ist für solche Phasen, in denen Aufwärtstrends seit Jahren laufen, üblich. Und seit der Wende nach dem Platzen der Subprime-Blase im März 2009 sind jetzt bereits neuneinhalb Jahre vergangen. Zu lange, um sich noch daran zu erinnern, wie „Baisse geht“? So scheint es, aber:

Expertenmeinung: Wenn man sich den Chart des Nasdaq 100 so ansieht, entsteht der Eindruck, dass da nicht wenige sorgsam darauf bedacht sind, es nicht darauf ankommen zu lassen. D.h. sie versuchen Situationen zu verhindern, in denen die Anleger eventuell doch „eine Dummheit begehen könnten“ … was hier hieße, Gewinne mitzunehmen. Denn eines ist denen, die immer genau da zugreifen, wo es nötig ist, um diesen Index in einem gefühlt „perma-bullischen“ Terrain zu halten, wohl klar:

Jetzt, in einem solchen Alters-Stadium der Hausse und bei zum Teil extrem teuer bewerteten einzelnen Aktien innerhalb des Index braucht es keine Short-Attacke der Bären, um eine Lawine auszulösen. Da würden einfache Gewinnmitnahmen reichen, um all diejenigen, die seit Jahren nach dem Motto „ich steige erst aus, wenn die anderen auch aussteigen“ vorgehen, dazu zu bewegen, genau das zu tun. Eben weil sie dann sehen würden, dass die ersten die Reißleine ziehen.

Wenn man das im Hinterkopf hat, erklärt sich, warum der Nasdaq 100 zwar seit Monaten an Aufwärts-Momentum einbüßt, dabei aber wie an der Schnur gezogen entlang der 50-Tage-Linie verläuft. Sie ist eine typische Marke für kurzfristige US-Trader. Solange sie unter dem Kurs liegt, geht man Long. Bricht die Linie, dann stoppen auch die Trader-käufe, die ersten würden dann sogar Short gehen, was genau diese Gewinnmitnahmen „normaler“ Anleger auslösen könnte. Und dann würden andere folgen, die Lawine könnte losbrechen, so, wie es Ende Januar oder Mitte März auch der Fall war.

Der Haken ist: Niemand kann übersehen, dass diese 50-Tage-Linie, aktuell bei 7.464 Punkten, das fragile Rückgrat dieser scheinbar ewigen Hausse ist. Auch die nicht, die hinsichtlich einer Short-Attacke durchaus nicht abgeneigt wären. Ein Stop Loss Long unter dieser Linie wäre unbedingt anzuraten!

Chart vom 28.09.2018, Kurs 7.627,65 Punkte, Kürzel NDX

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