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MTU Aero: Ausbruch auf neues Allzeithoch

MTU Aero Engines ist ein führender Hersteller von Triebwerken und Gasturbinen sowie der weltweit größte unabhängige Instandhaltungsdienstleister für zivile Triebwerke.

Zum Kundenkreis zählen internationale Hersteller und Betreiber von zivilen und militärischen Flugzeugen, Helikoptern sowie von Industriegasturbinen.
Triebwerke von MTU Aero Engines finden sich beispielsweise in Großraumflugzeugen von Airbus und Boeing, aber auch in Militärmaschinen wie dem Tornado, Eurofighter oder dem Militärtransporter A400M.

Es ist fast alles Gold, was glänzt

MTU Aero nimmt also eine Schlüsselstelle in einer Wachstumsbranche ein und das schlägt sich auch in den Zahlen nieder.
In den zurückliegenden zehn Jahren konnte der Umsatz von 2,72 auf 5,04 Mrd. Euro nahezu verdoppelt werden. Das Nettoergebnis legte von 179 auf 378 Mio. Euro zu und der Gewinn je Aktie von 3,54 auf 6,88 Euro.

Die zugrunde liegenden Trends sollten auch in der Zukunft anhalten und das Geschäft weiter beflügeln. Man kann aber durchaus auch Kritikpunkte anführen, denn die Branche hat auch ihre ungewollten Charakteristiken.
Der freie Cashflow liegt im Normalfall deutlich unter dem gemeldeten Gewinn, Grund sind die anhaltend hohen Investitionen in einem High-Tech-Umfeld. In den meisten Jahren müssen rund zwei Drittel des operativen Cashflows für Investitionen aufgebracht werden. Im Falle von MTU Aero schlägt sich das allerdings auch in einem konstant steigenden Umsatz und Gewinn nieder.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Das langfristige Gewinnwachstum von MTU Aero liegt bei 7%, seit einigen Jahren ist es allerdings zu einer deutlichen Beschleunigung gekommen. Die Gewinn sprudeln und betrachtet man den Zeitraum 2016 bis 2019, soll das Ergebnis im Durchschnitt um knapp über 14% p.a. zulegen.

Diese Performance und der Ausblick rechtfertigen eine entsprechende Bewertung, auch über dem historischen Vergleichswert.

Im laufenden Geschäftsjahr kommt MTU Aero auf ein KGVe 23,4 nach durchschnittlich 22,5 in den letzten fünf Jahren.
Die Bewertung ist also eher hoch, allerdings auch nicht besorgniserregend. Das Jahr ist bereits weit fortgeschritten und schon 2019 könnte das KGV wieder auf 21,5 fallen. Die vorherrschende Marschrichtung ist also weiter aufwärts.

Charttechnik

MTU Aero ist nicht nur 2018 ein Outperformer, auch langfristig können wenige deutsche Werte mithalten.

Gelingt nun ein nachhaltiger Ausbruch über 196,50 und 198 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal. Ein mögliches Kursziel läge bei 212 Euro und ergibt sich aus der Projektion der jüngsten Handelsspanne.

Man sollte allerdings auf eine Bestätigung des Ausbruchs warten, denn es besteht weiterhin die Chance, dass die Aktie auf der Oberseite scheitert.
Mancher Anleger dürfte sogar darauf hoffen, denn ein vorgeschalter Rücksetzer in den Bereich 180 bis 185 Euro wäre für antizyklische Käufe sehr interessant.

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