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Facebook: Beginnt Phase 2 der Rückkehr zur Realität?

Reicht das Minus des Freitags von 2,59 Prozent bereits aus, um auch den dritten Versuch, die Facebook-Aktie nach dem Crash vom Juli in eine Aufwärtswende zu bugsieren, scheitern zu lassen? Möglich wäre es schon.

Zum einen, weil die Aktie genau da wieder drehte, wo sie aus Sicht der Bullen nicht drehen sollte: an der Verbindungslinie zwischen den beiden letzten Zwischenhochs bei 170 US-Dollar. Damit bliebe die im Chart hervorgehobene Keilformation erhalten. Eine Formation, die innerhalb eines Aufwärtstrends als Konsolidierungsformation auftritt und meist nach oben verlassen wird. Aber hier liegt kein Aufwärtstrend vor. Das einzige, das dieser Keil zu Gunsten der Bullen vorzuzeigen hat ist, dass der Neigungswinkel der Zwischentiefs weniger intensiv ist als der der Zwischenhochs.

Das ist nicht unbedingt allzu hilfreich. Alleine der Umstand, dass die Aktie außerstande war, den Kurseinbruch, der die Reaktion auf die Bilanz des zweiten Quartals und die ausgegebene Perspektive darstellte, tauglich aufzuholen, macht deutlich, dass da viele Anleger höchst unsanft von ihrer rosa Wolke zurückgeholt wurden. Aber es ist nicht nur die Charttechnik, die die Bären jetzt in Vorfreude versetzt. Die negativen Nachrichten reißen nicht ab. Und das ist das andere, womöglich schwerwiegendere Element, das die Aktie drückt.

Expertenmeinung: Wir hatten nach der Präsentation der Bilanz zum ersten Quartal schon auf ein Gefahrenmoment hingewiesen, das die Anleger damals einfach ignorierten: Wenn es zu negativen Auswirkungen durch den „Cambridge Analytica-Skandal“ kommen würde, dann erst in der Bilanz des zweiten Quartals, weil dieser Skandal zu knapp vor dem Ende des ersten Quartals aufgedeckt wurde, um sich in diesen Zahlen schon auswirken zu können.

Und so kam es dann auch. Die Perspektiven für Facebook gestalteten sich zum Ende des ersten Halbjahres auf einmal weitaus grauer; die Aktie, vorher von blauäugigen Bullen auf ein Rekordhoch getrieben, brach massiv ein. Aber es war damit nicht vorbei mit den unerfreulichen Nachrichten.

Am Dienstag wurde gemeldet, dass die beiden Gründer von Instagram das Unternehmen wegen Differenzen mit Facebook-CEO Zuckerberg in Bezug auf die strategische Ausrichtung verlassen. Das daraufhin entstandene Minus wurde noch aufgeholt. Aber die Abschläge von 2,59 Prozent, die Facebook am Freitag hinnehmen musste, nicht mehr. Da wurde gemeldet, dass bei Facebook ein Sicherheitsleck aufgetaucht sei, von dem mindesten 50 Millionen Nutzer betroffen seien.

Das steigert das Risiko, dass noch viele in fallende Kurse immer weiter zukaufen, um durch das „Verbilligen“ der Position das Gefühl zu bekommen, es sei ja gar nicht nötig, auszusteigen. Ein solches Verhalten wäre in Situationen wie diesen typisch und würde bedeuten, dass es jederzeit zu einem zweiten Crash kommen könnte, sollte die Stabilisierung der Aktie fehlschlagen.

Gelänge Facebook mit Schlusskursen über 172 US-Dollar der Ausbruch nach oben, wäre das zumindest aus Trading-Perspektive bullisch. Aber man sollte die Unterseite nicht aus den Augen lassen. Wenn Facebook unter dem bisherigen Jahres-Verlaufstief von 149 US-Dollar schließen sollte, wäre hier nach unten nichts unmöglich!

Chart vom 28.09.2018, Kurs 164,46 US-Dollar, Kürzel FB

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