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Euro Stoxx: Treibt den Index womöglich nur „Window Dressing“?

Lange Gesichter gehörten in den ersten neun Monaten dieses Jahres fast zur Standardausstattung europäischer Anleger. Während DAX und Euro Stoxx im Minus festhingen, sah man mit Neid an die Wall Street, wo alle großen Indizes derzeit im Plus liegen, und das teilweise auch noch sehr deutlich, so z.B. der Nasdaq 100 100. Doch jetzt wirkt es, als sei Licht am Ende des Tunnels.

Wie heißt es doch, mag sich da mancher erinnern: Sell in May and go away … but remember to come back in September? Könnte dem europäischen Leitindex womöglich ein goldener Herbst ins Haus stehen, die Performance aus Jahressicht am Ende doch noch positiv ausfallen?

Momentan wirkt es zwar so, aber es wäre zumindest Vorsicht angebracht. Dass der Euro Stoxx nach einem miserablen Start in den September mit dem kräftigen Zugewinn des Donnerstags auf einmal ein Plus für diesen Monat, aber auch für das gesamte dritte Quartal ausweist, ist schön und gut. Aber auf welchem Fundament baut das auf?

Expertenmeinung: Alleine der Handelskrieg wäre angetan, dieser derzeitigen Rallye den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Die offene Frage des „BrExit“, die weiterhin brenzlige Lage der türkischen Wirtschaft als wichtigem Handelspartner der EU, all das birgt mehr Risiken als Chancen. Und je näher die Ergebnisse der Unternehmen zum dritten Quartal rücken, desto mehr Gewinnwarnungen tauchen auf.

Da fragt man sich natürlich, ob dieser Anstieg des Index nicht dort endet, wo er zuletzt ebenso ausgebremst wurde: an der Widerstandszone aus 200-Tage-Linie und der Januar-Abwärtstrendlinie im Bereich 3.464/3.493 Punkte. Dort drehte der Euro Stoxx Ende Juli nach unten, warum sollte es diesmal besser ausgehen? Das wäre dann möglich, wenn dieser Anstieg nicht vor allem darauf basieren würde, dass die Fonds vor dem heute anstehenden Quartalsende das sogenannte „Window Dressing“ betreiben und stark gelaufene Aktien vermehrt kaufen, um ihre Performance aufzupolieren.

Immerhin ist es auffällig, dass es so gelang, das Quartal unmittelbar vor Toreschluss noch positiv zu bekommen. Erst, wenn der Index diese vorgenannte, doppelte Widerstandszone mit Schlusskursen über 3.500 Punkten hinreichend deutlich überboten hätte, würden die derzeit aufkeimenden Hoffnungen auch durch ein bullisches Signal der Charttechnik unterfüttert. Solange das nicht gelingt, bleibt dieser Index in einem Abwärtstrend und die Trendkonforme Richtung für Trader damit die Short-Seite.

Chart vom 27.09.2018, Kurs 3.449,79 Punkte, Kürzel ESTX50

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