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Schaeffler: Hier können umgehend neue Tiefs auftauchen, wenn …

Optimisten mögen bei diesem Kursbild der Aktie des Automobilzulieferers Schaeffler auf eine etwas ausgedehnte Bodenbildung hoffen. Und die ist auch grundsätzlich möglich. Aber allzu gut stehen die Vorzeichen dafür nicht. Denn es ist auffällig, dass Schaeffler im Kielwasser der großen drei Automobilkonzerne im DAX vor dem Abrechnungstermin an der Terminbörse anzog.

Deren Zugewinne aber mit hoher Wahrscheinlichkeit taktische Motive hatten, also kurzfristiger Natur waren. Kaum waren die Optionen mit September-Laufzeit abgerechnet, drehten die Autobauer am Montag wieder ab und bekamen am Dienstag durch eine Ertragswarnung bei BMW noch zusätzlich Druck.

Schaeffler als Zulieferer würde umso heftiger leiden, sollten die Autobauer Probleme bekommen. Denn wenn dort die Margen schrumpfen, versucht man als erstes, diesen Druck auf die Zulieferer abzuwälzen. Der ohnehin problematisch dünnen Margen-Decke bei Schaeffler würde ein solches Szenario äußerst schaden. Dann wären womöglich auch die bisherigen Tiefs der Aktie, gerade erst am 6. September bei 10,15 Euro erzielt, subjektiv zu teuer.

Expertenmeinung: Nachdem die Aktie Anfang September ein neues Rekordtief markiert hatte, sah es eine Zeitlang so aus, als könnte sich dies als eine Bärenfalle erweisen. Der Kurs schob sich langsam wieder an und sogar über die vormalig wichtige Unterstützung der Jahrestiefs 2016 und 2017 um 11,30 Euro. Am Donnerstag startete die Aktie durch, überwand die 20-Tage-Linie, gelangte fast bis an die Widerstandslinie bei 12 Euro und überbot die flachere der beiden mittelfristigen Abwärtstrendlinien leicht. Doch dann war es vorbei.

Die Käufer waren schlagartig verschwunden, ebenso wie bei den Aktien der Unternehmen, die Schaeffler unter anderem beliefert. Auch BMW, Daimler, VW zeigten ein solches Bild. Gerade dass der Kaufdruck mit dem Absolvieren der Terminmarkt-Abrechnung schlagartig verschwand machte den Investoren klar, dass man mit der Hoffnung auf die schnelle Aufwärtswende wohl auf Sand gebaut hatte. Die Bären haben zudem den Vorteil, dass die Anfang September noch überverkauften kurzfristigen markttechnischen Indikatoren wie der hier abgebildete Stochastik-Oszillator jetzt auf hohem Niveau nach unten eindrehen und noch viel Luft nach unten suggerieren … die die Bären jetzt in der Tat zeitnah nutzen könnten!

Chart vom 25.09.2018, Kurs 10,86 Euro, Kürzel SHA

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