Börsenblick

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Daimler: „Evening Star“ im Kursverlauf … na dann gute Nacht!

Alte Hasen konnten sich ein schiefes Grinsen in den letzten zwei Wochen wohl kaum verkneifen. Zu offensichtlich war, was da bei Daimler und anderen bislang im Jahresverlauf besonders schwachen DAX-Aktien ablief.

Kurz vor der Options-Abrechnung am Terminmarkt, die am Freitag absolviert wurde, fingen ausgerechnet die Aktien im DAX zu steigen an, bei denen man, wenn man trendkonform und mit Querblick auf die fundamentalen Rahmenbedingungen agierte, eigentlich nur bärisch sein konnte: die Banken und die Autobauer. Und natürlich hatte dieses „Levitations-Wunder“ einen handfesten Hintergrund: Diejenigen, die am Terminmarkt in großen Mengen Put-Optionen an die Anleger verkauft hatten, traten hier offenbar als Käufer auf. Ziel: Der wertlose Verfall von großen Mengen an diesen Put-Optionen, mit denen man ansonsten markante Verluste hätte einfahren können.

Die Haken bei dieser Rallye waren aber zum einen, dass die Notwendigkeit eines höheren Kursniveaus mit eben dieser Terminbörsen-Abrechnung endete und zugleich die Rahmenbedingungen für die Fortsetzung des Abwärtstrends sprechen. Und dass sich diese beiden Faktoren auswirkten, war am Montag nicht zu übersehen:

Expertenmeinung: Daimler hatte schon am Freitag, am Abrechnungstag selbst, das zeitweise deutlich höhere Niveau nicht halten können und schloss in etwa auf dem Eröffnungskurs. Alles, was darüber hinaus nach oben gelaufen war, wurde zum Handelsende wieder abgegeben. Wodurch die Aktie für den Freitag einen sogenannten „Gravestone Doji“ ausbildete. Dessen Aussage flapsig formuliert ist:

Wer daraufhin einsteigt, kann sich gleich beerdigen lassen. Was die Anleger auch beherzigten und am Montag nicht ein-, sondern ausstiegen. Nachvollziehbar, immerhin war hier eine Aktie auf einmal in der Spitze fast zehn Prozent höher gelaufen, auf der das Damoklesschwert Strafzölle, eine Untersuchung wegen Kartellverdachts, ein wankender Absatz und ein steigender, die Gewinne im Export außerhalb der EU reduzierender Euro lasten.

Der Wochenstart wurde zu einer roten Kerze, die ein perfektes Spiegelbild der grünen Kerze des Donnerstags darstellt. Und damit formen diese drei Kerzen einen perfekten „Evening Star“, einen Abendstern, der umso markanter ist, als der Doji in der Mitte, wie oben erwähnt, ein „Gravestone Doji“ ist. Aber: Ein „Abendstern“ muss eine Bestätigung sehen, um als Short-Signal Gültigkeit zu erlangen. Noch hätten die Bullen heute also eine Chance, den Kelch an sich vorbeiziehen zu lassen. Sollte Daimler aber erneut nachgeben und dabei mit einer roten Kerze auch noch die nächstgelegene Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie bei 55,50 Euro unterbieten, hieße es: Gute Nacht, ihr Bullen!

Chart vom 24.09.2018, Kurs 56,13 Euro, Kürzel DAI

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