Börsenblick

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Gold: Politische Baisse auf Abruf?

Gold ist zwar eigentlich kein Krisenbarometer mehr, zu sehr dominiert hier das kurzfristige Trading über die Käufe derer, die sich mit Gold gegen kippende Aktienmärkte absichern wollen. Aber man weiß, dass diese Korrelation den Anlegern einfach in den Hinterkopf gebrannt ist: Steigt Gold kräftig, stimmt etwas nicht. Aber in sechs Wochen stehen in den USA die für die US-Regierung äußerst wichtigen Zwischenwahlen an.

Da kann man keinerlei negative Stimmung an den Märkten gebrauchen, immerhin ist der Anteil der Menschen, die ihre Altersversorgung im Aktienmarkt haben, in den USA so hoch wie in kaum einem anderen Land. Die Wall Street hat im Vorfeld der Wahl zu steigen, der Ölpreis zu fallen und, natürlich, der Goldpreis ebenso. Das Phänomen, dass Druck auf den Goldpreis aufkommt, wenn eine US-Wahl naht, ist nicht neu. Und oft hat es auch funktioniert, Gold bis zur Wahl unter Druck zu behalten.

Was nach der Wahl passiert, ist eine ganz andere Sache. Nur: „Oft“ heißt nicht „immer“. Und die Marktteilnehmer am Goldmarkt werden nicht nur durch große US-Adressen gestellt, die entlang dieser gewohnten Mechanismen agieren. Dass Gold am Freitag nach anfänglichem Plus im Minus landete, ist zwar ein Signal, dass man sich bemüht, Gold nicht zur Unzeit der Vorwahlphase nach oben „entkommen“ zu lassen. Aber es ist keineswegs genug um zu attestieren, dass es nicht doch anders käme.

Expertenmeinung: Wir sehen im Chart, dass Gold seinen seit April laufenden Abwärtstrend Mitte August noch einmal markant intensivierte. Aber das währte nur kurze Zeit. Danach wurde der letzte Selloff umgehend aufgeholt, eine kleine V-Formation entstand. Und die ist jetzt in einen „Sockel“ übergegangen, was bei V-Formationen zur Formation dazugehört.

Gemeint ist eine Seitwärtsbewegung im oberen Bereich des „V“, die, soll die Wende vollendet werden, nach oben verlassen werden muss. Das wurde am Freitag versucht – und ist erst einmal misslungen. Aber Gold hielt seine 20-Tage-Linie, der Trendfolgeindikator MACD ist bullisch … und solange der Kurs nicht aus dieser zwischen 1.188 und 1.214 US-Dollar verlaufenden Seitwärtsspanne nach unten ausbricht, bleibt dieser Abwärtstrend vor den US-Zwischenwahlen einer auf Abruf.

Wirklich „durch“ wären die Bullen aber erst, wenn der Goldpreis nach der April-Abwärtstrendlinie auch das bei 1.237 US-Dollar gelegene, markante Zwischentief vom vergangenen Dezember überwinden würde; erst dann würde ein Aufwärtsimpuls von der kurzfristigen auf die mittelfristige Ebene gehoben.

Chart vom 21.09.2018, Kurs 1.198,97 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

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