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Euro/US-Dollar: Magische Levitation bis zur Zwischenwahl?

In unserer letzten Analyse zur Euro/US-Dollar-Relation vom 14. September, im Anschluss an die EZB-Sitzung, hatten wir bereits die Mutmaßung in den Raum gestellt, dass es keineswegs diese ohne Überraschung gebliebene EZB-Entscheidung war, die dazu führte, dass der Euro zur Freude der US-Unternehmen kräftig zulegte. Je schwächer der US-Dollar und je stärker damit der Euro, desto größer sind die Vorteile der US-Unternehmen gegenüber der europäischen Konkurrenz beim Export. Und das birgt die Chance, das Wachstum der USA zu stärken.

Das Wachstum, dessen erste Berechnung für das dritte Quartal keine zwei Wochen vor den US-Zwischenwahlen, den „midterm elections“, veröffentlicht wird. Und dass die US-Regierung einem schwachen US-Dollar zugetan ist, haben der Finanzminister und der Handelsminister zuletzt Anfang des Jahres auf dem Weltwirtschaftsforum durchblicken lassen. Dass Donald Trump derweil erzählt, ein starker US-Dollar sei erwünscht, nimmt man am Markt nicht ernst.

Man weiß, dass es nicht so ist. Und damit wissen sich diejenigen, die den Anstieg des Euro vorantreiben, des heimlichen Beifalls der US-Regierung sicher … und das ist ein guter Rückhalt, um damit weiter zu machen. Zumindest bis zu diesen Zwischenwahlen Anfang November. Danach wird man weitersehen. Charttechnisch haben die Bullen sich jetzt eine gute Ausgangsbasis geschaffen:

Expertenmeinung: Genau auf Höhe des symbolträchtigen „Trump-Peak“ bei 1,13 US-Dollar, ein Kurs, der in der ersten entsetzten Reaktion auf den Wahlsieg Trumps noch in der Wahlnacht erreicht wurde, bevor man mit aller Macht die Richtung wechselte, um den Crash am Aktienmarkt zu verhindern (was, wie wir wissen, mehr als erfolgreich gelang), drehte Euro/US-Dollar Mitte August nach oben. Seither passt alles für das bullische Lager.

Eine kleine V-Formation wurde kurz konsolidiert, wobei der Kurs perfekt auf Höhe der zuvor überbotenen Widerstandszone 1,1510/1,1555 US-Dollar und der 20-Tage-Linie drehte. Am Donnerstag gelang, geführt von der mitlaufenden 20-Tage-Linie, der Sprung über die Juni-Abwärtstrendlinie. Jetzt stehen noch das Juni-Verlaufshoch bei 1,1852 und die 200-Tage-Linie bei 1,1945 US-Dollar im Weg, um den Sieg der Bullen perfekt zu machen und den Weg in Richtung 1,22 US-Dollar und höher frei zu räumen.

Zwei Hürden, die, da man sich dieses unsichtbaren, politischen Rückenwinds aus Washington sicher wähnt, durchaus in den kommenden Wochen überboten werden könnten, sofern nicht die US-Notenbank am Mittwoch überraschend rigide auftritt und so den US-Dollar wieder stärkt … wobei da eine Zinsanhebung um 0,25 Prozent bereits erwartet wird.

Chart vom 21.09.2018, Kurs 1,1751 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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