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BASF: Wo liegen Kursziele und Kaufmarken?

BASF wurde bereits im Jahr 1865 gegründet und ist mittlerweile der weltweit größte Chemiekonzern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein betreibt weltweit knapp 400 Produktionsstandorte in 80 Ländern. Das Produktportfolio umfasst Industriechemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel sowie Öl und Gas.

Seit Jahren nichts zu holen

Die Gesamtsituation bei BASF ist seit Jahren unübersichtlich und die Aktie kommt nicht mehr vom Fleck. Seit 2014 war für Anleger nicht viel zu holen, denn der Kurs ist quasi unverändert.

Ob die nicht vorhandene Performance berechtigt oder eine große Einstiegsgelegenheit ist, werden wir im Folgenden klären.

Umsatzeinbruch

In der ersten Hälfte der laufenden Dekade, also von 2010 bis 2015, konnte der Umsatz von 63,9 auf 70,4 Mrd. Euro gesteigert werden.
Dann folgte plötzlich ein Umsatzeinbruch auf 57,6 Mrd. Euro, der hauptsächlich auf einen Asset-Tausch mit Gazprom zurückzuführen ist.

Gazprom, Dea und Börsengang

In diesem Zuge hat man sich vom Gashandels- und Speichergeschäft getrennt und im Gegenzug die Öl- und Gasförderung weiter ausgebaut.

Dieser Bereich soll anschließend ausgegliedert und mit der Dea-Gruppe zusammengeschlossen werden. Aus der BASF-Tochter Wintershall und Dea könnte ein neuer Ölriese, mit einer Tagesproduktion von bis zu 600.000 Barrel Rohöl, entstehen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen Wintershall Dea soll anschließend eigenständig an der Börse notieren und könnte Schätzungen zufolge auf einen Börsenwert von rund 14 Mrd. Euro kommen. BASF hält bis zum Börsengang 67% der Anteile.

Ein möglicher Börsengang könnte also Milliarden in die Kassen spülen.

Jüngste Zahlen

Am Ende bleibt dennoch die Frage, ob sich der Asset-Tausch gelohnt hat und das scheint der Fall zu sein.
Man scheint quasi Umsatz gegen Gewinn getauscht zu haben, denn im Anschluss konnte der Gewinn deutlich gesteigert werden.

Betrachtet man den Zeitraum von 2015 bis 2017, also vor dem Tausch bis heute, kommt man zu folgendem Ergebnis:
Der Umsatz ist von 70,4 Mrd. auf 64,5 Mrd. Euro gesunken. Das Ergebnis ist allerdings von 4,34 auf 6,62 Euro je Aktie im Vorjahr stark gestiegen.

Der Tausch scheint sich also in einer steigenden Profitabilität niederzuschlagen und ein Großteil der Umsatzlücke hat sich bereits wieder geschlossen.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Im laufenden Geschäftsjahr konnte der positive Trend aber leider nicht fortgeführt werden.
Der Umsatz stieg lediglich um 1% und der Gewinn war mit 3,44 Euro je Aktie nahezu unverändert.

Die Erwartungen sind dementsprechend recht niedrig und man scheint dem Unternehmen nicht viel Potenzial zuzutrauen.

Tatsächlich ist der Ausblick für das Gesamtjahr auch eher verhalten. BASF erwartet ein leichtes Umsatzwachstum und einen leichten Rückgang des EBIT. Erst 2019 soll der Gewinn wieder spürbar anziehen.

BASF kommt somit auf ein KGV von 12,3 und ein KGVe von 12,4. Die Dividendenrendite liegt bei knapp 4,0%.

Das Unternehmen erfüllt die grundlegenden Voraussetzungen für ein Investment, mögliche Kaufmarken folgen im nächsten Abschnitt.

Charttechnik

Aus Sicht von Investoren ist vor allem die zentrale Unterstützungszone zwischen 65 und 68 Euro von Interesse. Hier wären langfristige Investments äußerst interessant.

Für Trader ergeben sich im kurzfristigen Chartbild allerdings ebenfalls Möglichkeiten. BASF hat gerade erst ein Doppeltief ausgebildet und mit dem Anstieg über 80 Euro ein Kaufsignal ausgelöst.
Grundsätzlich wäre nun der Weg in Richtung 85 sowie 87 und 90 Euro frei.

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