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AutoZone: Die Luft wird dünn, aber die Chance wäre da

AutoZone ist ein US-amerikanischer Autoteile-Händler, der Ersatzteile aller Marken vertreibt und dazu in vielen Bereichen eigene Produkte anbietet. Das Unternehmen ist mit Tausenden Filialen überall in den Staaten, aber auch in Mittelamerika und Brasilien vertreten. Ein schwieriges Geschäft in der Zukunft, mit Blick auf die Auswirkungen, die Donald Trumps Strafzoll-Politik auf die Autoindustrie haben könnte und, bezogen auf gestiegene Stahlpreise, schon hat?

Eher ist das Gegenteil der Fall, was mit ein Grund ist, dass AutoZone Anfang des Jahres zwar unter die Räder kam, seit dem Frühjahr aber einen dynamischen Aufwärtstrend vorzuweisen hat. Denn diese Kette ist das Schlaraffenland für „Schrauber“ und könnte mit seinen Produkten womöglich manches entstehende Problem lösen. So gesehen könnte die Aktie gerade dann interessant werden, wenn Trump mit dem Bann europäischer Autos, dem dann ggf. koreanische und japanische Marken folgen könnten, Ernst macht.

Eine Riesen-Kette wie AutoZone könnte da bei entsprechend klug angelegen Vorräten beeindruckende Umsätze machen, wenn es darum geht, Teile noch zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Und bislang läuft es, wie die am Dienstag vor Handelsbeginn präsentierten Zahlen zum abgelaufenen Quartal belegten:

Expertenmeinung: Im vierten, bei AutoZone am 31. August endenden Quartal gelang es, mit 18,54 US-Dollar Gewinn pro Aktie die Analystenprognose von im Schnitt 17,85 US-Dollar deutlich zu überbieten, die Umsatz-Schätzung wurde mit 3,59 Milliarden US-Dollar getroffen. AutoZone glänzt seit Jahren mit stetig steigendem Umsatz und Gewinn und wäre momentan mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 15 nicht höher bewertet als in den letzten Jahren üblich. Und interessant ist, dass die erste Reaktion auf die Quartalsbilanz erst einmal nach unten führte.

AutoZone eröffnete am Dienstag etwa fünf Prozent tiefer, holte das Gros des Minus aber noch am selben Tag auf und schloss gestern schon wieder über dem Niveau vom Montag, vor Veröffentlichung der Zahlen also. Die Citigroup erhöhte als Reaktion auf das Zahlenwerk am Mittwoch ihr Kursziel von 765 auf 850 US-Dollar. Und angesichts der spannenden Perspektiven wäre das auch ein durchaus denkbares Ziel.

Aber man sollte im Hinterkopf behalten, wie äußerst volatil AutoZone ist, dieser langfristige Chart auf Wochenbasis unterstreicht das. Dass der Kurs nach kurzem Durchhänger jetzt umgehend wieder anzieht, ist ein gutes Signal, aber Sie sehen auch: Bis hinauf an das bisherige Rekordhoch von 820 US-Dollar, das im Jahr 2016 erreicht wurde, wären schon noch einige Wendemarken zu überqueren, die allesamt als potenzielle Widerstände fungieren können. Spannend ist die Aktie, aber aufgrund der hohen Schwankungen mit Vorsicht zu genießen.

Chart vom 19.09.2018, Kurs 754,37 US-Dollar, Kürzel AZO

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