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ISRA Vision: Da wäre noch viel Luft nach unten, wenn …

Wenn große Adressen versuchen, einen Kurs in eine bestimmte, ihnen genehme Richtung zu bewegen, indem sie kräftig leer verkaufen oder, wie im Fall der ISRA Vision-Aktie, beherzt einsteigen, ist ihr Ziel natürlich, dass die anderen Marktteilnehmer auf diesen Zug aufspringen. Letzten Endes sind sie sogar darauf angewiesen, denn wenn die anderen Akteure das Gegenteil tun, endet ein Versuch, eine Aktie zu „führen“, teuer.

Genau das passierte bei der Aktie des Hard- und Softwareherstellers von optischen Steuerungs- und Überwachungssystemen ISRA Vision. Am 31. August kamen die Quartalszahlen auf den Tisch. Im Vorfeld hatte die Aktie einen beeindruckenden Sturmlauf konsolidiert, der ISRA Vision zu den großen Gewinnern des zweiten Quartals gemacht hatte. Die Aktie war grundsätzlich nahe genug, um das bisherige Rekord-Verlaufshoch von 59,70 Euro zügig zu erreichen.

Aber die am 31. August präsentierte Quartalsbilanz war nur „gut“. Sie wies das erwartete Wachstum aus, die Perspektive für das am 30.9. endende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Aber eine positive Überraschung bargen diese Zahlen eben nicht. So dürften viele skeptisch die Stirn gerunzelt haben, als die Aktie auf dieses Zahlenwerk hin wie eine Rakete nach oben schoss und am Ende des Tages knapp über dem alten Rekordhoch aus dem Handel ging. Zu viele, denn seither geht es abwärts – und das nicht zu knapp.

Expertenmeinung: Zu Beginn des folgenden Handelstages erreichte ISRA Vision zwar zum Handelsstart mit 61,30 Euro noch kurz ein neues Verlaufshoch, aber seither fällt die Aktie. Die vorvergangene Woche wurde zu einem Start/Ziel-Sieg der Bären und für diejenigen, die dachten, sie könnten die Marktteilnehmer mit ihren Käufen mitziehen, zu einem Waterloo. Die markante Unterstützung bei 48,70 Euro, das Hoch aus dem Januar, wurde da noch knapp gehalten, fiel aber in der vergangenen Woche deutlich.

Jetzt steht die 200-Tage-Linie als nächste potenzielle Auffanglinie im Feuer, die derzeit bei 44 Euro verläuft und, wie dieser längerfristige Chart auf Wochenbasis zeigt, im Moment gehalten werden kann. Grundsätzlich könnte man denken, dass alleine der bisherige Abstieg der Aktie groß genug ausgefallen ist, um die Aktie „billig“ zu machen und die Käufer wieder in Marsch zu setzen. Aber das muss nicht gelingen. ISRA Vision gehört zu den Hightech-Firmen mit herausragenden mittel- und langfristigen Perspektiven.

Das ist grundsätzlich zwar ein Vorteil, aber dadurch billigen die Anleger solchen Aktien in stabilen Aufwärtstrends gerne sehr hohe Bewertungen zu. Bis eine solche Aktie, wenn sie erst einmal fällt, wieder „billig“ wäre, kann es allemal auch vergleichbar heftig abwärts gehen, wie es zuvor nach oben ging. Was hieße: Diese 200-Tage-Linie kann halten. Aber sie muss nicht.

Dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, wo die nächste potenzielle Unterstützung verlaufen würde, sollte dieser gleitende Durchschnitt nicht standhalten. Das wäre die aus dem Sommer 2016 stammende Aufwärtstrendlinie, die aber erst bei 36 Euro warten würde. Gut möglich also, dass das Bären-Lager hier noch einiges an Beute machen könnte.

Chart vom 17.09.2018, Kurs 46,20 Euro, Kürzel ISR

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