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adidas: Zehn Prozent Puffer sind nicht unbedingt viel

Zehn Prozent Puffer bis zu mittelfristig entscheidenden Unterstützungen sind nicht unbedingt viel, wenn es dabei um eine volatile Aktie wie die des Sportartikel-Herstellers adidas geht. Um eine Aktie also, die noch vor drei Jahren ein Drittel des aktuellen Kurses kostete. Und bei der viele Investoren bislang offenbar ignorieren, dass ein Markenartikel-Hersteller der gehobenen Preisklasse im Konsumsektor „Kann-Produkte“ vertreibt. Produkte, die man kaufen kann, aber nicht zwingend braucht, weil es preisgünstigere Alternativen gäbe, sollte die allgemeine Lage es nahelegen, den Gürtel einen Tick enger zu schnallen.

adidas selbst schreibt die souveränen Umsatz- und Gewinnsteigerungen seit Jahren in die Zukunft fort und behält damit bislang Recht. Aber andere konjunktursensible Aktien sind bereits auf Tauschstation, so z.B. die konsumnahen Chiphersteller und ihre Zulieferer, Einzelhändler, Automobilhersteller. Adidas hält die Fahne der scheinbar ewigen Hausse fast alleine hoch. Aber geht das noch lange gut?

Expertenmeinung: Dieser Chart auf Wochenbasis, der die in der Tat beeindruckende Hausse-Karriere der Aktie unterstreicht, zeigt, dass man da auf der Long-Seite jetzt aufpassen sollte. Denn es fällt auf, dass adidas seit Frühjahr 2017 zwar mehrfach neue Rekordhochs ausgebildet hat, die aber nicht gerade deutlich über dem jeweils vorherigen lagen.

Die Dynamik neuer Rekorde ist geringer als der Steigungswinkel der langfristigen Aufwärtstrendlinie, so dass die Korrekturen zwischen zwei neuen Hochs zuletzt immer hartnäckiger an diese Trendlinie klopfen, die momentan im Bereich 189/292 Euro zusammen mit der 200-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung bildet.

Und noch etwas fällt auf und sollte zumindest eine hochgezogene Augenbraue wert sein: adidas hat Ende August/Anfang September auf Wochenbasis einen „Evening Star“, einen bärischen Abendstern, ausgebildet, so wie das bereits im April der Fall war (die beiden schwarzen Kreise im Chart zeigen diese beiden Formationen).

Noch hat die Aktie diesen neuen Abendstern nicht durch eine erneute, rote Wochenkerze bestätigt, denn die kleine, aktuelle rote Kerze umfasst ja nur den Montag. Aber sollte diese Woche mit einer roten Kerze enden, wäre das Risiko nicht zu unterschätzen, dass der derzeitige Puffer um die zehn Prozent bis zu den entscheidenden Unterstützungen bei einer Aktie, die bislang das Risiko einer konjunkturellen Abkühlung in keiner Weise eingepreist hat, zu klein ist.

Chart vom 17.09.2018, Kurs 208,20 Euro, Kürzel ADS

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