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Volkswagen Vz.: Der Chart sieht gut aus …aber reicht das?

Am Freitagmorgen meldete der Volkswagen-Konzern die Zahl der im August ausgelieferten Fahrzeuge. Im Gegensatz zu Daimler, wo es im Juli und August gegenüber dem Vorjahr abwärts ging, glänzten die Wolfsburger mit einem Zuwachs von beeindruckenden 6,8 Prozent im Monatsvergleich. Von Januar bis August liegt man gegenüber dem Vorjahreszeitraum momentan um 7,5 Prozent vorne.

Das wäre, sollten die vor allem bei der Kernmarke VW niedrigen Gewinnmargen ebenso ausgebaut werden, ein gutes Argument für die Bullen. Immerhin hatte die Vorzugsaktie im Januar noch Kurs auf die 200 Euro-Marke genommen, war Anfang September aber auf 134 Euro zurückgefallen. Alleine aufgrund des Wachstums der verkauften Fahrzeuge wirkt die Aktie damit günstig. Aber es geht eben nicht nur um diesen Aspekt. Die Gewinne müssten „passen“. Und es darf kein Störfeuer auftauchen, welches das Potenzial hätte, die Perspektiven für das kommende Jahr deutlich zu mindern. Wobei einem unmittelbar das Thema der Strafzölle in den Sinn kommt.

Expertenmeinung: Bislang gibt es keinen Grund zu unterstellen, dass US-Strafzölle gegen europäische Autobauer vom Tisch wären. Die in der vorvergangenen Woche lancierte Meldung, US-Präsident Trump habe sogar das Angebot der EU, die Zölle auf Automobile gegenseitig auf null zu setzen, als „nicht genug“ abgelehnt, sollte vorsichtig stimmen. Dieser Unsicherheitsfaktor bleibt bestehen. Wobei sich die Ungewissheit einerseits auf die Frage des „Ob“ erstreckt, andererseits auch völlig offen ist, wie groß die Konsequenzen für den VW-Konzern sein könnten.

Das sollte man berücksichtigen, wenn man sich das Chartbild der Aktie betrachtet, die, zumindest für den Moment, erstaunlich bullisch daherkommt. Sie sehen, dass es in der ersten Monatshälfte zu einer Bodenbildung kam, die verhinderte, dass der nur knappe Bruch der langfristigen, aus dem Herbst 2015 stammenden Aufwärtstrendlinie (im Chart dick grün markiert) auswirkt. Von diesem kleinen Boden aus gingen die Bullen am Donnerstag zum Angriff über.

Zunächst wurde die 20-Tage-Linie zurückerobert, am Freitag dann die aus dem Mai stammende Abwärtstrendlinie bezwungen. Begleitet wird diese kleine Rallye von einem Kaufsignal des Trendfolgeindikators MACD. Aber Sie sehen auch: Die wirklich massiven Hürden kommen erst noch. Zwischen 146 Euro und dem Kreuzwiderstand aus Januar-Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie bei 160/161 Euro wartet eine Widerstandslinie nach der anderen. Dass die Aktie all diese Widerstände überwindet, erscheint angesichts des Unsicherheitsfaktors der US-Strafzölle ein ambitionierter Gedanke zu sein. Daher wäre dieses bislang nur auf Trading-Ebene geltende, bullische Kaufsignal eher etwas für aggressive, risikofreudige Trader, die mit engen Stop Loss agieren.

Chart vom 14.09.2018, Kurs 144,00 Euro, Kürzel VOW3

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