Börsenblick

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Metro: Bis hierhin und nicht weiter?

Seit gut anderthalb Monaten steigt Metro jetzt. Eine Aktie, die zuvor ein halbes Jahr nur den Weg nach unten kannte. Und jetzt, in weit höherem Tempo, hat sie genau die Hälfte dieser Kursverluste wettgemacht. Genau die Hälfte … ein Punkt, der ein klassisches Fibonacci-Retracement darstellt. Und der am Freitag zunächst erreichte Level von 14 Euro markiert nicht nur den halben Weg des vorherigen Abstiegs. Er ist ein Bereich, an dem die Metro-Aktie Ende August schon nicht vorbeikam.

Und dort liegt nicht nur ein Widerstand aus dem Frühjahr, dort verläuft auch, im Chart aufgrund der kurzen „Historie“ der Aktie noch nicht abgebildet, die 200-Tage-Linie. Und dass dieser Level nicht nur rein theoretisch als potenzieller Umkehrpunkt gesehen werden könnte, manifestiert sich darin, dass die Metro-Aktie genau dort am Freitag einen „bearish engulfing pattern“ ausbildete: Eine lange rote Kerze, die den Kerzenkörper des Vortags komplett einhüllt, was übersetzt heißt: Stark angefangen, stark nachgelassen. Und wer hier jetzt aussteigen oder Short gehen würde, hätte durchaus Argumente, denn:

Expertenmeinung: Die Basis dieser Aufwärtsbewegung, welche die Aktie in der Spitze immerhin 40 Prozent höher getragen hatte, wirkt ein wenig wacklig. Die Käufe setzten ein, weil Metro zunächst avisierte, das defizitäre Geschäft in Russland effektiv zu konsolidieren. Dann wurde ruchbar, dass Ceconomy, die nach der Aufspaltung in Metro und Ceconomy einen etwa zehn Prozent ausmachenden Anteil an der Metro halten, diesen abgeben wolle. Auch ein anderer Großaktionär, Haniel, reduzierte seinen Anteil. Man hofft auf eine klarere Aktionärsstruktur. Und seit Ende letzter Woche hofft man zudem darauf, dass die Metro ohne ihre Supermärkte endlich gute Gewinne erreichen könnte.

Die Real-Supermärkte sollen verkauft werden, man will sich in Zukunft auf den Großhandel fokussieren. Kurz: Es ist allerhand im Fluss. Aber eines weiß man eben noch nicht: Ob all diese Bewegung am Ende in eine Metro mündet, die wieder wachsen und gute Gewinnsteigerungen erzielen kann. Es mag eine Chance sein, aber was am Ende dabei herauskommt – es wird dauern, bis das absehbar ist. Und dafür ist eine 40 Prozent-Rallye äußerst reichlich dimensioniert. Hier sollte man einen Rücksetzer in die Region 12,10/12,50 Euro als Möglichkeit besser einplanen.

Chart vom 14.09.2018, Kurs 13,47 Euro, Kürzel B4B

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