Börsenblick

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Siltronic: Touchdown und Rallye?

Anfang August waren die Akteure noch guter Dinge, dass die Aktie des Halbleiterindustrie-Zulieferers Siltronic durch die Widerstandszone um 154 Euro laufen, das Rekordhoch bei 160,55 Euro angehen und bezwingen würde. Jetzt, nur sechs Wochen später, sahen die Marktteilnehmer die Aktie im Tagestief unter 100 Euro fallen. Ein Abstieg von über 30 Prozent in relativ kurzer Zeit – wieso? Die Antwort auf diese Frage ist des Pudels Kern.

Denn es war keine Gewinnwarnung oder schwache Quartalszahlen, die diesen Ausverkauf auslösten. Es war die Sorge, dass die Halbleiterindustrie ihren Wachstums-Zenit erreicht haben könnte und damit die derzeit gewaltige Gewinnmarge von 40 Prozent, die beim Wafer-Hersteller Siltronic für nahezu explodierende Gewinne sorgt, sehr bald deutlich schrumpfen könnte … und die Gewinne natürlich mit ihr. Diese Sorge ist nicht unberechtigt, aber:

Expertenmeinung: Ohne, dass es für dieses negative Szenario bereits belastbare Belege gäbe, wäre ein Abverkauf von einem Drittel des vorherigen Kurswerts der Aktie binnen anderthalb Monaten mehr als reichlich. Dass Siltronic die massive Auffangzone 107,75/113,75 Euro durchschlug, dürfte eher das Werk aktiver Leerverkäufer gewesen sein, die wussten, dass der Bruch dieser Zone Stop Loss-Verkaufsorders auf der Long-Seite auslösen würde, die die Aktie umso schneller drücken und dadurch eine perfekte Gelegenheit bieten würden, in fallende Kurse hinein die eigenen Leerverkäufe mit hohem Gewinn einzudecken.

Aber der Abverkauf der Aktie nach dem Bruch dieser Auffangzone erfolgte bereits am Mittwoch. Am Donnerstag bildete sich nach dieser roten Kerze des Mittwochs ein Doji mit einem relativ langen unteren Docht. Und das, nachdem der Kurs dem unmittelbaren Kursziel in Form des Zwischenhochs vom vergangenen August bei 94,50 Euro bereits sehr nahe gekommen war und der RSI-Indikator die überverkaufte Zone unter 30 erreicht hatte.

Was, Sie sehen es im Chart unten eingeblendet, zuletzt immer wieder zumindest für eine kräftige Gegenbewegung nach oben gut war. Das muss nicht zwingend auch diesmal so sein. Aber dass es gelang, das zeitweise erneut deutliche Minus am Donnerstag spürbar zu reduzieren macht klar: Jetzt müsste aufpassen, wer hier Short ist. Das Grundproblem der womöglich deutlich unter Druck geratenden Gewinnmarge bleibt und die vorherige Supportzone 107,75/113,75 Euro ist jetzt zu einem massiven Widerstand geworden … aber eine Gegenbewegung in diese Zone hinein wäre jetzt keine Überraschung.

Chart vom 13.09.2018, Kurs 1,1693 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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