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Nordex: Befreiungsschlag nur mit Genehmigung der Bären

Relativ marktenge, kleinere Aktien, die zugleich von den Investoren intensiv verfolgt werden, sind ideale „Opfer“ für die Leerverkäufer. Große Akteure können über den Optionsmarkt gezielt bullishe Signale „abschießen“, solche Aktien im Abwärtstrend halten, wenn der Kaufdruck gering genug bleibt. Was die Anleger entmutigt, sie sukzessiv vom Einstieg abhält und es den Leerverkäufern, den „Bären“ umso leichter macht, einen Abwärtstrend durchzuhalten.

Aktien wie Dialog Semiconductor und Evotec waren lange Zeit in den Fängen der Bären, bis endlich der Befreiungsschlag gelang. Die Nordex-Aktie hingegen warten auf diesen Befreiungsschlag immer noch. Im Moment bestünde die Chance, dahingehend einen ersten, entscheidenden Schritt zu tun. Aber der Chart macht klar: Das wird nur gelingen, wenn die Leerverkäufer den Weg freigeben. Und das dürften sie nicht freiwillig tun.

Auch, wenn die Nachrichtenlage immer mehr dafür spricht, dass die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex allemal auch zwanzig, dreißig oder mehr Prozent höher stehen könnte, ohne dass deswegen reihenweise die Augenbrauen hochgehen müssten.

Expertenmeinung: Im September wurden mittlerweile drei neue Großaufträge gemeldet, davon jeweils einer am Mittwoch und Donnerstag, die die starke Entwicklung der Auftragseingänge des ersten Halbjahrs nahtlos fortführen. Dass man noch nicht absehen kann, wie viel dabei an Gewinn hängen bleibt, ob diese ja erst abzuwickelnden Aufträge imstande sein werden, die Ertragslage noch in diesem Jahr über die unternehmenseigene Prognose zu tragen, die nicht von einem Gewinn ausgeht, ist klar. Aber was, wenn nicht starke Auftragseingänge, könnten Basis neuer Zuversicht sein?

Dementsprechend legte Nordex am Mittwoch ebenso wie am Donnerstag auf die Meldungen über neue große Aufträge hin zu, lief an beiden Tagen über die 200-Tage-Linie – und landete an beiden Tagen zum Handelsende darunter. Genau an solchen wichtigen Charthürden pflegen die Leerverkäufer zuzuschlagen, weil das nicht nur aus charttechnischer, sondern auch aus psychologischer Sicht negativ wirkt.

Bereits fünf Mal in den letzten drei Wochen versuchte man sich am Ausbruch über diesen 200-Tage-Durchschnitt, fünfmal wurde man abgewiesen. Würde ein umgehender, erneuter Anlauf Erfolg haben, würde das zwar einen Short Squeeze auslösen können, ein hastiges Eindecken von Leerverkäufen, die die Aktie noch zusätzlich nach oben treiben. Dann wäre das obere Ende der seit einem Jahr geltenden, breiten Handelsspanne zwischen 6,86 und 11,70 Euro womöglich schnell erreicht. Aber sollten die Bären erneut erfolgreich sein, Nordex unter die 20-Tage-Linie und das letzte kleinere Zwischentief bei 8,82 Euro zurückfallen, wäre auch diese Chance vergeben und die Nordex-Aktie bliebe ein äußerst heißes Eisen für Long-Trades.

Chart vom 13.09.2018, Kurs 9,13 Euro, Kürzel NDX1

 

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