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DAX: Irgendwann bricht jede Serie … die Bullen leben gefährlich

Seit Februar drehte der DAX jedes Mal, wenn es unter 12.200 Punkte ging, relativ bald wieder nach oben. Mal umgehend, einmal erst bei 11.727 Punkten. Aber wer um 12.200 Punkte einstieg, musste jeweils nicht allzu lange warten, um in die Gewinnzone zu kommen. Fünfmal hat das seither funktioniert. Und es kann gut sein, dass nicht wenige Akteure darauf bauen, dass es jetzt ein sechstes Mal gelingt.

Immerhin sind die kurzfristigen markttechnischen Indikatoren, hier im Chart der Stochastik-Oszillator, bereits im überverkauften Bereich angekommen. Zudem hatte sich der DAX am Dienstag aus einem zeitweise größeren Minus befreien können, am Mittwoch weiter zugelegt. Und als kurz vor Handelsende die Meldung eintraf, dass die US-Regierung plane, eine erneute Gesprächsrunde mit China zum Thema Handel zu starten, sahen sich die Bullen noch zusätzlich im Vorteil.

Man fühlte sich durch die Hoffnung unterstützt, dass es womöglich auch in Bezug auf Europa bald vorangehen werde, dass die Sorgen, dass es zu einem die Weltwirtschaft markant belastenden Dauer-Konflikt kommt, zu hoch gehängt seien. Die Rallye, die auf diese Nachricht im Kielwasser nach oben springender US-Indizes folgte, brachte dem DAX zur Wochenmitte ein Plus von einem halben Prozent ein. Aber wer um 17:30 Uhr noch guter Dinge war, könnte am Abend schon weniger optimistisch gewesen sein.

Denn die Rallye der US-Börsen hielt nicht vor. Man erinnerte sich nach der ersten, impulsiven Reaktion auf die vermeintlich gute Nachricht neuer Gespräche, dass eine gute Nachricht erst dann vorliegen würde, wenn es dabei zu Fortschritten käme. Die letzten Gespräche waren ergebnislos geblieben – warum sollte es diesmal besser laufen? Und sollte es erneut zu keiner Annäherung kommen, würden die Fronten umso mehr verhärten.

Chart auf Wochenbasis vom 12.09.2018, Kurs 12.032,30 Punkte, Kürzel DAX

Da die Nachricht über diese seitens der USA „angedachten“ Gespräche um 17:12 Uhr und damit kurz vor Handelsende kamen, hatten die Akteure beim DAX keine Zeit, sich dergleichen Überlegungen hinzugeben, man folgte einfach der Vorgabe der Wall Street. Doch mit dem Schwinden der anfänglichen Begeisterung in den USA dürften die Karten für den DAX heute neu gemischt werden. Dass der deutsche Leitindex wieder einmal in dieser Zone die Kurve nach oben kriegt, ist noch keineswegs sicher.

Chart auf Tagesbasis vom 12.09.2018, Kurs 12.032,30 Punkte, Kürzel DAX

Die Zwischentiefs vom Juni und August bei 12.104 und 12.120 Punkten fungieren jetzt als Widerstand. Das bisherige Jahrestief wäre in Reichweite. Und die Bären, die am Mittwochnachmittag natürlich erst einmal nicht dagegen gehalten haben und abwarteten, ob und wie sich für sie Handlungsbedarf ergibt, könnten zu dem Schluss kommen, dass es lohnen würde, einen erneuten Anlauf zu wagen, das bisherige Jahres-Verlaufstief von 11.727 Punkten anzugehen.

Denn die nächste potenzielle Unterstützung wäre dann erst das Zwischenhoch vom 1. Dezember 2015 bei 11.431 Punkten. Und da mit neuen Jahrestiefs eine große Trendwendeformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter vollendet wäre, wie der Wochenchart zeigt, müsste dieses alte Zwischenhoch keineswegs das Ende der Reise sein, sollte diese Serie eines in diesem Bereich wieder nach oben drehenden DAX diesmal brechen.

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