Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

MorphoSys: Touch an Go über der entscheidenden Linie

Das deutsche Biotechnologieunternehmen MorphoSys schreibt zwar derzeit rote Zahlen. Aber hier ist man es gewohnt, geduldig zu sein. Solche Forschungsunternehmen haben einen jahrelangen Weg von der Entwicklung von Wirkstoffen bis hin zu deren Vermarktung. Aber MorphoSys ist mit zahlreichen Kooperationen mit namhaften Pharmaunternehmen gut aufgestellt. Man weiß, es geht bei MorphoSys nicht darum, ob das Unternehmen überlebt oder scheitert. Es geht nur darum, wann die Zeit der Ernte, der großen Einnahmen durch die entwickelten Wirkstoffe, anbricht.

Bis dahin jedoch gilt, wie oft bei Unternehmen, die keine Gewinne erzielen und das auch kurzfristig nicht zu erwarten ist: Die Charttechnik spielt bei der Frage, ob die Investoren zugreifen oder aussteigen, die entscheidende Rolle. Was bedeutet, dass Trendimpulse sich sozusagen aus sich selbst heraus ernähren. Genau das ist bei dieser Aktie im Moment der Fall. Das hat den Kurs wochenlang gedrückt – und das könnte ihn jetzt in die Wende nach oben führen.

Expertenmeinung: Schon weit, bevor Mitte Juli bekannt wurde, dass MorphoSys einen sehr lukrativen Vermarktungsvertrag für seinen Wirkstoff MOR106 mit Novartis abgeschlossen hatte, war die Aktie über den markanten Widerstand bei 88,50 Euro gelaufen. Das war das hoch vom Dezember 2014, das bis dahin den höchsten Kurs der Aktie seit dem Jahr 2001 markiert hatte. Die Aktie lief, nachdem sie im Vorfeld zwei Mal an dieser Hürde abgewiesen wurde, im Mai über diesen Widerstand und startete im Juni dann kräftig durch – ohne neue Nachrichten, alleine auf Basis der Charttechnik.

Mit dem zusätzlichen Rückenwind dieses Vermarktungsvertrages mit Novartis sauste der Kurs bis 124,90 Euro, dann holte ihn die Schwerkraft ein. Es begann eine Korrektur, die sich intensivierte, als die nächstliegende Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie Anfang August brach. Das offensichtliche Ziel war die mittelfristige Aufwärtstrendlinie, die zunächst auch hielt. Doch dann wurde die Aktie Ende August an der 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen, ein typisches Zeichen, dass die Bären die Aktie mittlerweile im Fokus hatten und aktiv auf den Kurs drückten. Das führte in der vergangenen Woche zum Bruch der Trendlinie. Jetzt stand auf einmal die vormalige Hürde bei 88,50 Euro im Feuer. Die Aktie rutschte zügig auf diese Linie und die knapp darüber, bei 90 Euro, verlaufende 200-Tage-Linie zu.

Der Bruch dieser Kreuzunterstützung hätte den Weg nach unten freigegeben … aber knapp oberhalb dieses „harten Bodens“ drehte MorphoSys am vergangenen Freitag und eliminierte das anfänglich an diesem Tag kräftige Minus. Damit ist jetzt die Chance für die Bullen da, einen „Touch and Go“ zu schaffen, ein Durchstarten nach kurzem Kontakt zum „Boden“. Aber dazu muss die nächstliegende Widerstandszone bezwungen, der Beweis erbracht werden, dass die Käufer stark genug sind, von den Bären gemeinhin verteidige Widerstände zu überwinden. Das wäre bei MorphoSys der Kreuzwiderstand aus der zuvor gebrochenen, mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie um 100 Euro. Da muss MorphoSys drüber, dann wäre hier die Basis für einen neuen Aufwärtstrend geschaffen.

Chart vom 11.09.2018, Kurs 26.347,61 Punkte, Kürzel MDAX

Auch interessant:

DAX - Trendwende oder Strohfeuer? | LYNX Marktkommentar
Smart Beta ETFs im Fokus: Wie lege ich mein Geld an? Interview mit Markus Kaiser | LYNX fragt nach
DAX Prognose - Die Rallye zum Jahresende kommt! Interview mit Börsenoptimist Heiko Thieme | LYNX
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN