Börsenblick

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MDAX: Risikopuffer? Keiner!

Es geht um viel in diesen Tagen beim MDAX. Und die Chance, dass das Ziel erreicht wird, ist gut … sofern man bärisch ist. Denn jetzt stehen beim „Index der zweiten Reihe“ mit der 200-Tage-Linie und dem mittel- bis langfristigen, Anfang 2016 etablierten Aufwärtstrend gleich zwei äußerst wichtige Unterstützungen im Feuer. Durch die 200-Tage-Linie war der Index zum Ende der Vorwoche bereits durchgerutscht, die Trendlinie hielt, gerade noch so.

Doch die vergangene Woche war ein Start-Ziel-Sieg der Bären, eine lange, rote Kerze. Und der ging auch noch ein „Gravestone Doji“ auf Wochenbasis voraus. Ein Doji mit langem oberen Docht, der klar machte: Da ist, knapp vor dem bisherigen, im Januar erreichten Rekordhoch, ein Deckel drauf. Dasselbe passierte schon im Juni, auch da drehte der MDAX kurz vor dem Rekordhoch wieder ab. Damals hielt diese 2016er-Aufwärtstrendlinie. Aber klappt das auch diesmal?

Der Druck liegt eindeutig auf Seiten der Bullen. Sie müssen verteidigen, haben dabei aber die zunehmende Nervosität am Gesamtmarkt gegen sich. Der Tageschart zeigt zwar, dass sich bereits um 25.500 Punkte die nächste Auffangzone zeigt, falls diese Kreuzunterstützung aus 2016er-Trendlinie und 200-Tage-Linie im Bereich 26.200/26.350 Punkte fallen sollte. Aber wie tragfähig wäre die, nachdem zuvor derart markante Unterstützungen gebrochen wären?

Am Montag gelang es, von unten wieder an die 200-Tage-Linie heranzulaufen, am Dienstag konnte diese Linie gehalten werden. Wozu es aber nötig war, den MDAX aufzufangen, ihn aus dem Minus heraus wieder an die Linie zurück zu ziehen. Dass das gelang, bedeutet die Chance, jetzt einen Risikopuffer nach unten aufzubauen, den MDAX höher zu tragen, weg von dieser Linie. Dass man den Index aber überhaupt wieder „zurückholen“ musste, macht klar: Noch gibt es keinen Risikopuffer. Und noch hat die Stimmung nicht gedreht, scheinen Abgaben „von alleine“ aufzutauchen, wenn man seitens der Bullen nicht aktiv eingreift.

MDAX Chart auf Tagesbasis vom 11.09.2018, Kurs 26.347,61 Punkte, Kürzel MDAX

Eine einfache Übung wird das nicht, zumal keine positiven Quartalsbilanzen zu Hilfe kommen könnten. Die des zweiten Quartals sind auf dem Tisch, dies des dritten Quartals noch lange nicht fällig. Was bleibt, sind die Sorgen vor einer Eskalation des Handelskriegs, wegen eines womöglich doch wieder steigenden Euro, wegen der Türkei, Italien, dem BrExit. Bei wankenden Kursen haben die Bären argumentativen Rückenwind. Hier im Fall von Schlusskursen unter 26.000 Punkten einen Short-Trade zu erwägen, den man unter 25.400 Punkten noch ausbauen könnte, wäre zumindest etwas, das aggressive Trader im Hinterkopf behalten könnten.

MDAX Chart auf Wochenbasis vom 11.09.2018, Kurs 26.347,61 Punkte, Kürzel MDAX

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