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Brent Crude Oil: Bullen-Chance mit Trump-Risiko

Die letzten drei wöchentlichen Statistiken über die US-Öllagerbestände wiesen allesamt einen Rückgang aus. Das war Wasser auf die Mühlen der Bullen, denn dieser scheinbare Anstieg auf der Nachfrageseite kam zum rechten Zeitpunkt. Dadurch gelang es, den zuvor wochenlang abrutschenden Ölpreis genau oberhalb der Supportlinie bei 70 US-Dollar, gebildet durch die Hochs der Monate Januar und März, abzufangen und in eine Rallye zu überführen.

Der erste Versuch, das bisherige Jahreshoch bei 81 US-Dollar anzugehen und zu überwinden, wurde zwar noch unterhalb der vorgelagerten Widerstandslinie um 80,25 US-Dollar (die Hochs der Monate Juni und Juli) abgewiesen. Aber es gelang, ein Zeichen zu setzen, das den Marktteilnehmern deutlich macht, dass das Ziel neuer Jahreshochs weiter verfolgt wird und man im bullischen Lager imstande und bereit ist, das durchzusetzen. Der Kurs drehte in der vergangenen Woche oberhalb der nächstgelegenen Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie nach oben und zog am Dienstag im Vorfeld der nächsten, heute anstehenden US-Lagerbestandsdaten kräftig an. Damit ist klar:

Expertenmeinung: Die Bullen wollen den Ausbruch nach oben. Sollten die heutigen US-Lagerdaten einen erneuten, deutlichen Rückgang für die letzte Woche zeigen, könnte die Widerstandszone 80/81 US-Dollar bereits ernsthaft angegangen werden. Erwartet wird seitens der Analysten im Schnitt ein Minus von 0,85 Millionen Barrel. Das wäre nicht allzu beeindruckend, aber erfahrungsgemäß sind diese wöchentlichen Daten kaum vorhersagbar – es wird also spannend, um 16:30 Uhr steht die Veröffentlichung an. Aber auch, wenn aus charttechnischer Sicht momentan alles zu Gunsten eines Ausbruchs nach oben spricht, ein Unsicherheitsfaktor begleitet die Trader auf der Long-Seite in diesen Wochen: der US-Präsident.

In acht Wochen stehen die „Midterm Elections“ an. Und einen kräftigen Anstieg der Ölpreise können die regierenden Republikaner da ebenso wenig gebrauchen wie eine wankende Wall Street. Mr. Trump hatte schon im Juli vehement gefordert, dass die Ölpreise zu sinken hätten. Das sorgte für einen kräftigen Abverkauf bei Brent Crude Oil, der zwar, wie man sehen kann, nicht vorhielt. Doch bei derartig nervösen Märkten und der zentralen Rolle des US-Präsidenten im Nachrichtenbereich kann man daraus nicht ableiten, dass die Akteure eine Erneuerung seiner Forderung nach niedrigeren Ölpreisen ignorieren. Ein Stop Loss knapp unter der bei Brent Crude derzeit bei 75,80 US-Dollar verlaufenden 20-Tage-Linie wäre in jedem Fall zu überlegen.

Chart vom 11.09.2018, Kurs 79,07 US-Dollar, Kürzel COIL

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