Börsenblick

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Bayer: Jetzt schlagen die Insider zu! Sollten Sie auch?

Die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen einer der führenden Akteure in den Bereichen Pharma- und Chemie. Nach eigenem Verständnis ist man ein Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenz in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft.
Der Konzern ist in die Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health sowie Crop Science und Animal Health gegliedert. Die Kunststoffsparte Covestro, mit einem Jahresumsatz von über 14 Mrd. Euro, wurde 2015 abgespalten und notiert inzwischen eigenständig an der Börse.

Bayer bietet ein breites Spektrum an Produkten in den Bereichen Pharma und Biotech sowie Präparate zur Behandlung von Tierkrankheiten an. Das bekannteste Produkt in diesem Bereich ist das Schmerzmittel Aspririn. Der Entwicklungsschwerpunkt neuer Medikamente liegt auf den Bereichen der Krebs- und Herzerkrankungen, sowie auf Diabetes.

Der Fokus von Bayer CropScience liegt bei Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie in der Saatgutentwicklung. Durch die Übernahme des US-Konzerns Monsanto soll eine weltweit führende Position erreicht werden.

Kapitalvernichtung²

Bisher hat sich der Zukauf jedoch nur zu einer unglaublichen Vernichtung von Börsenwert geführt. Erst kürzlich hatten wir davor gewarnt, dass der Boden wohl noch nicht erreicht wurde. Monsanto hatte den ersten Glyphosat-Prozess in den USA verloren. Seitdem ging es von 82 auf 71 Euro abwärts.

Vom Höchstkurs hat sich der Kurs inzwischen ziemlich genau halbiert und dementsprechend wurden bei Bayer rund 63 Mrd. Euro Börsenwert vernichtet.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Bricht man den die derzeitige Bewertung herunter, ergibt sich ein interessantes Bild.

Die Nettoverschuldung von Bayer soll bis Ende des Jahres auf 37 Mrd. sinken und der Börsenwert liegt bei 67 Mrd. Euro.
Daraus ergibt sich ein Unternehmenswert von 104 Mrd. Euro.

Gehen wir weiter davon aus, dass man für Monsanto 20% zu viel bezahlt hat, bleiben noch knapp 60 Mrd. Euro für das operative Geschäft von Bayer.

Zuletzt kam man 2013 auf eine ähnliche Bewertung, doch seitdem haben sich Gewinn und Cashflow nahezu verdoppelt.

Inzwischen dürfte wohl ein Großteil der negativen Meldungen im Kurs zu stecken. Wir kommen langsam in einen Bereich, in dem sich langfristige Engagements lohnen könnten.

Insider schlagen zu

Zu diesem Schluss scheinen auch zwei Insider gekommen sein.

Liam Condon, der Chef der Crop-Science-Sparte, und somit auch für Monsanto und Glyphosat zuständig, hat für knapp 200.000 Euro Aktien zu einem Kurs von 72,41 Euro gekauft.

Hartmut Klusik, zuständig für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit hat für etwas mehr als 145.000 Euro Bayer-Aktien zu 72,60 Euro erworben.

Das ist zumindest ein erstes positives Zeichen. Es dürfte wohl aber kein Zufall sein, dass gerade die beide Vorstände Aktien kaufen, die am stärksten mit den Themen Monsanto und Glyphosat zu tun haben.

Man wollte ein Zeichen setzen und genau das ist das Problem, denn es wirkt konstruiert. Die Käufe erfolgen wohl nicht aus Überzeugung, sondern sind eher im Bereich Marketing anzusiedeln. Es ist daher auch kein Wunder, dass die Kurse kaum darauf reagieren.

Wirklich vertrauensbildend wären nur umfangreiche Käufe möglichst vieler Vorstände.

Charttechnik

Die Aktie bewegt sich weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend und die primären Ziele auf der Unterseite liegen bei 69-70 Euro. Darunter müssten weitere Verluste in Richtung 57-60 Euro eingeplant werden.

Hier wäre der recht steile Abwärtstrendkanal aber vollends ausgeschöpft und eine größere Gegenbewegung sehr wahrscheinlich. Im langfristigen Chart ist die herausragende Bedeutung der Unterstützung bei 57,50 Euro gut ersichtlich.
Zuvor könnte sich aber auch schon bei 69-70 Euro eine antizyklische Gelegenheit ergeben.

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