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OSRAM: Sind die Bären schon satt?

Das ist schon eine bemerkenswerte Sache mit der OSRAM-Aktie. Die Analysten wurden von den beiden scharfen Reduzierungen der unternehmenseigenen Umsatz- und Gewinnprognose überrascht wie die Anleger auch. Wobei eine noch angegangen wäre. Aber eine im April und dann schon im Juni die nächste, das war zu viel. Die Aktie fiel dramatisch, erreichte mit dem Tief von 31,54 Euro im Juli einen Level, der sagenhafte 60 Prozent unter dem Rekordhoch von 79,58 Euro lag, das die Aktie nur sechs Monate vorher erzielt hatte.

Die Analysten senkten ihre Kursziele im Eiltempo, konnten damit dem Abstieg des Kurses aber nur hinterherlaufen. Zuletzt hoben die ersten ihre Ziele schon wieder an, denn es schien, als habe OSRAM nunmehr genug „gebüßt“, als wäre dieser Kurslevel knapp über 30 Euro doch langsam günstig. Das Interessante ist indes: Die Aktie „gehorcht“ nicht, reagierte auf diese ersten Anhebungen von Kurszielen kaum. Die im Juli laufende Gegenbewegung war nie mehr als das, ließ den Schwung vermissen, den man von einer sich etablierenden Trendwende nach oben hätte erwarten können. Und jetzt kippt der Kurs auch noch den bisherigen Tiefs entgegen. Wieso?

Expertenmeinung: Die abgelaufene Handelswoche war für OSRAM ziemlich unangenehm. Ein Minus von acht Prozent macht die Hoffnung, aus der Wende könnte doch noch etwas werden, erst einmal zunichte. Die übergeordnete, aus dem Januar stammende Abwärtstrendlinie wurde mehrere Tage lang zwar angegangen, aber immer nur angekratzt. Dadurch dürften kurzfristige Trader den Eindruck gewonnen haben, dass der Weg nach unten womöglich der Weg des geringeren Widerstands ist, versuchten sich daran und waren erfolgreich.

Der Grund liegt darin, dass sich niemand recht traut, auch nur zu denken, dass es mit zwei unerwarteten Umsatz- und Gewinnwarnungen getan ist. Die Gewinnprognose wurde zwar derart markant zurückgenommen, dass man den Eindruck haben könnte, dass es damit genug sein müsste. Aber was bei OSRAM schief lief, kann immer noch schief laufen. Und da sitzt dann immer der unangenehme Gedanke, dass diejenigen, die da gerade wieder aussteigen oder Short gehen, mehr wissen, vor dem Einstieg. Diese unklare, aber negativ angehauchte Perspektive bedeutet für das Bären-Lager leichtes Spiel.

Das bisherige Tief bei 31,54 Euro könnte also durchaus angelaufen und sogar unterboten werden. Die Bilanz von OSRAM müsste eine Wende zum Besseren indizieren, dann wäre auch die Wende der Aktie möglich. Aber die nächsten Zahlen stehen erst Anfang November an. Bis dahin hätten die Bären viel Zeit … und das dürfte ihnen bewusst sein.

Chart vom 07.09.2018, Kurs 35,54 Euro, Kürzel OSR

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