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Broadcom startet explosiv. Brechen jetzt alle Dämme?

Broadcom einer der weltweit führenden Technologiekonzernen und in der heutigen Form durch den 2016 erfolgten Zusammenschluss mit Avago Technologies entstanden.

Der Konzern konzentriert sich vornehmlich auf die Entwicklung von integrierten Schaltkreisen Netzwerkkarten und -adaptern sowie Breitband-Infrastruktur. Die Produktion ist weitgehend ausgelagert.
Das Hauptgeschäft entfällt auf die zahlreichen Anwendungsbereiche in denen Datenübertragungen eine Rolle spielen. Dazu zählen Ethernet, WLAN, Kabelmodems, Set-Top-Boxen, HDTV-Geräte, DSL- und Kabel-Modems, GPS-Geräte und Mobiltelefone.

Wachstumsstory intakt

Die langfristigen Zahlen sprechen wirklich für sich, denn in den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz von 1,70 auf 17,6 Mrd. USD. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität deutlich verbessert und das Ergebnis kletterte von 0,66 auf 16,02 USD je Aktie.

Die Integration von Avago Tech scheint darüber hinaus geglückt zu sein. Alleine seit 2010 hat sich der Gewinn noch einmal verdoppelt und in den letzten Quartalen konnte nahtlos an die positive Entwicklung angeknüpft werden.
Im laufenden Geschäftsjahr hat Broadcom durchweg die Erwartungen übertroffen und es scheint, also könnte man die hochgesteckten Ziele problemlos erreichen. Immerhin soll das Ergebnis von 16,02 auf 20,55 USD je Aktie zulegen.

Am Freitag kam es dann nach starken Quartalszahlen zu einem Kurssprung. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,98 weit über den Analystenschätzungen von 4,82 USD und der Umsatz mit 5,06 Mrd. USD Rahmen der Erwartungen. Auf Jahressicht entspricht das einem Gewinnsprung um mehr als 20%.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Broadcom erwartet auch im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine Bruttomarge von 67%, der Umsatz soll allerdings um mehr als 10% auf 5,4 Mrd. USD steigen. Der Gewinn dürfte dementsprechend weiter anziehen.

Das Jahresziel liegt also in unmittelbarer Reichweite. Dennoch sollte man immer bedenken, dass es sich um eine stark zyklische Branche handelt. Die Bewertung sollte daher im Verhältnis zum Wachstum immer etwas geringer ausfallen und das ist hier gegeben.

Broadcom kommt im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr auf eine forward P/E von 11,3. Im historischen Vergleich ist das am unteren Ende der Spanne.

Charttechnik

Trotz der positiven fundamentalen Entwicklung wurde Broadcom zuletzt abgestraft. Zahlreiche Halbleiter- und Hardware-Titel wurden behandelt, als hätte eine Rezession bereits begonnen.

Jetzt erfolgt plötzlich die Trendwende. Die Aktie könnte ihren Boden gefunden haben und hat mit dem Anstieg über 225 und 230 USD prozyklische Kaufsignale generiert. Grundsätzlich wäre der Weg in Richtung 240 und darüber bis 255-258 USD frei.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 225 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Antizyklische Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich nahe 205 USD.

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