Börsenblick

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S&P 500: Der Kampf um „Punkt X“

Ist es nur ein Pullback an den Ausbruchslevel und damit eine Chance zum Einstieg? Oder ist es womöglich der Anfang vom Ende, das erste Signal einer Abwärtswende in Form einer Bullenfalle? Das hängt davon ab, ob das alte Hoch vom Januar, das der marktbreite US-Index Standard & Poor’s 500 bei 2.872 Punkten ausgebildet hatte, hält oder nicht. Bis 2.916,50 Punkte war der S&P 500 zuvor nach dem Ausbruch über dieses Januar-Hoch gekommen.

Fast 45 Punkte also. Genug, um kurz „auszuatmen“, Gewinnmitnahmen passieren zu lassen und dann, nach einem Rücksetzer an den Ausbruchslevel, wieder durchzustarten. Wobei der Chart zeigt, dass da nach unten ein wenig Spielraum wäre, denn das Zwischenhoch von Anfang August bei 2.863 und die 20-Tage-Linie bei 2.867 Punkten formieren diesen Bereich zu einer kleinen Unterstützungszone. Die allerdings nur neun Punkte schmal ist.

Darunter wäre dann unmittelbar Spielraum bis zu unteren Begrenzung des Mai-Aufwärtstrendkanals bei 2.815 Punkten. Und wer weiß, wenn der Index erst einmal ins Rutschen gekommen ist, ob es dann nicht schnell zu einem erneuten Test der bis auf 2.735 Punkte nach oben gelaufenen 200-Tage-Linie käme. Dem dann vierten in diesem Jahr. Was ungewöhnlich oft wäre. Und mit jedem Test steigt das Risiko, dass dieser wichtige gleitende Durchschnitt bricht. Wehret den Anfängen, dürfte daher das Motto der Bullen sein. Und in der Tat, das Januar-Hoch hielt. Aber:

Expertenmeinung: Mehr gelang nicht. Bis 2.867 Punkte ging es abwärts, dort, genau an der 20-Tage-Linie, setzte die Verteidigung dieser Zone 2.863/2.872 Punkte ein. Aber um den Marktteilnehmern den Eindruck zu vermitteln, dass die Bullen hier nichts anbrennen lassen, jederzeit für neue Rekorde gut sind, war das, was am Ende bei dieser Verteidigung herauskam, mager. Zu mager?

Das werden die kommenden Tage weisen, denn ob Bullen oder Bären, so, mit einem Schlusskurs nur knapp über dieser Zone, zwischen Baum und Borke sozusagen, werden die Trader die Sache nicht stehen lassen. Letzten Endes ließe sich konstatieren: Dieses alte Hoch wurde gehalten. Aber eine Effektive Verteidigung, Richtung Handelsende durch eine Rallye überzeugter Bullen gekrönt, war es eben nicht. Wie viele US-Trader sind sich der ignorierten Risiken bewusst, warten eigentlich nur darauf, bis den Bullen Wille und Barreserven abhandenkommen, um auf der Short-Seite zuzuschlagen? Wissend, dass verdrängte Gefahren sofort wieder ins Bewusstsein rücken, wenn die Kurse erst einmal kippen? Das wird sich in den kommenden Tagen herausstellen … und viel Risiko-Puffer hat das Lager der Bullen nicht!

Chart vom 06.09.2018, Kurs 2.878,05 Punkte, Kürzel SPX

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