Börsenblick

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Schaeffler: Die UBS rennt offene Türen ein

Der vor allem in Richtung Automobilindustrie ausgerichtete Zuliefer-Konzern Schaeffler blickt jetzt auf drei Jahre an der Börse zurück. Und auf einen Seitwärtstrend, aus dem die Aktie am Donnerstag nach unten ausbrach und mit 10,15 Euro ein Rekordtief erreichte. Dabei kann man nicht behaupten, dass dieser Seitwärtstrend langweilig gewesen wäre und erst jetzt endlich Trenddynamik aufkommt. Denn eine Handelsspanne zwischen 11,27 und 17,46 Euro, die bis zum Juni galt und deren obere und untere Begrenzung mehrfach in diesen drei Jahren angesteuert wurde, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, bot für Trader regelmäßig gute Ansatzpunkte.

Jetzt stellt sich die Frage, ob der Break unter die untere Begrenzung dieser Spanne, die seit Ende Juni belagert wurde und von der sich die Aktie nicht mehr lösen konnte, nachhaltig ist. Immerhin liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit knapp 14 Euro viel höher. Und bislang hatte keiner der Analysten ein „Verkaufen“-Rating ausgegeben. Woher also rührte dieser Abgabedruck, der, obwohl die Aktie 28 Cent über dem Tagestief schloss, am Donnerstag satte -5,48 Prozent ausmachte?

Expertenmeinung: Er rührte daher, dass die UBS am Morgen als erste ein solches „Verkaufen“-Rating ausgab und zu allem Überfluss auch noch ein Kursziel von zehn Euro ansetzte, deutlich unter dem Schlusskurs des Mittwochs bei 11,03 Euro. Eine einzige negative Meinung würde normalerweise kein solchen Abgabedruck auslösen. Aber diese Senkung des Kursziels dürfte die Zweifel bestätigt haben, die die Anleger seit Wochen umtreiben. Und die der Grund sind, warum Schaeffler wie festgenagelt am unteren Ende der Handelsspanne blieb. Und warum die kurze, positive Reaktion auf die am 7.8. präsentierten, eigentlich gut ausgefallenen Quartalszahlen abverkauft wurde.

In den vergangenen vier Wochen wurden Versuche, sich nach oben abzusetzen, immer wieder ausgebremst. Schon kleinere Aufwärtsbewegungen lösten Verkäufe aus. Der Grund: Zweifel. Zweifel daran, dass es Schaeffler gelingt, das Problem der sinkenden Gewinnmargen dauerhaft zu lösen. Denn momentan sieht es eben gerade bei der für Schaeffler unverändert entscheidenden Automobilindustrie nicht mehr nach großen Sprüngen aus. Und dann ist da noch das Damoklesschwert des Handelskriegs. Würde das Schwert auf die europäischen Autobauer niedersausen, würde es Schaeffler mit treffen. Daher ist die Aktie wie eine heiße Kartoffel, die man nicht anfassen mag. Und positive Nachrichten werden im Zweifel negativ gesehen, während negative „News“ wie die Kurszielsenkung der UBS offene Türen einrennen.

Eine Gegenbewegung, die wieder in den jetzt zum Widerstandsbereich gewordene untere Begrenzungszone der vorherigen Handelsspanne führt, wäre zwar jederzeit denkbar. Aber solange die Aktie nicht mit Schlusskursen über zwölf Euro glaubwürdig in die vorherige Handelsspanne zurückgekehrt wäre, bliebe sie klar bärisch.

Chart vom 06.09.2018, Kurs 10,43 Euro, Kürzel SHA

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