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Electronic Arts: Die doppelte Chance und wo kann man einsteigen?

Electronic Arts oder EA ist einer der weltweit führenden Spiele-Entwickler. Das Unternehmen ist vor allem für seine Sportsimulationen wie FIFA, NFL oder auch die Spielereihen Sims, Battlefield, Mass Effect bekannt.

Insgesamt verfügt Electronic Arts bereits über mehr als 300 Mio. registrierte Spieler auf der ganzen Welt.  Der Konzern vertreibt seine Produkte an lizensierte Einzel- und Fachhändler sowie über die eigene Internetseite per Download direkt an den Endkunden.

Onlinespiele-Boom

Gaming ist ein Megatrend und Electronic Arts gehört zu den Größen der Branche. Durch Direktvertrieb und Abomodelle können inzwischen erhebliche Margen realisiert werden. Manch ein unbekannter Entwickler ist mit einem Hit über Nacht zum Milliardenkonzern geworden.

Die steigende Lukrativität der Branche kann man auch an EA gut nachvollziehen. Zwischen 2009 und 2015 entwickelte sich der Umsatz weitgehend seitwärts und der Gewinn fiel bestenfalls mager aus.

Seitdem geht es spürbar aufwärts. Der Umsatz ist seit 2014 von 3,58 auf 5,15 Mrd. USD gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität deutlich verbessert und die operative Marge ist von nahe null auf über 27% geklettert.
Das Ergebnis hat im selben Zeitraum von 1,69 auf 4,39 USD je Aktie zugelegt.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Langfristig stehen die Zeichen der Branche klar auf Wachstum, es entsteht eine Branche von globaler Bedeutung.

Das Gewinnwachstum lag in den letzten Jahren bei mehr als 20%. Im Vergleich dazu fallen die Erwartungen im laufenden Geschäftsjahr, mit einem Plus von nur 6% also eher mager aus. In den beiden Folgejahren werden dann wieder 16 und 11% erwartet.

Die Bewertung sollte also unter dem historischen Durchschnitt liegen, aber über der des Gesamtmarktes. Je nachdem, welchen Zeitraum man betrachtet, kommt man hier auf sehr unterschiedliche Ergebnisse.

Auf Sicht von fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 22,1 und auf Sicht von 10 Jahren sogar bei 25,7. Passt der Ausblick, sollte man diese „normalen“ Bewertungen zur Kenntnis nehmen und am unteren Ende der Spanne oder darunter einsteigen.

Das war zuletzt nicht der Fall. Das Wachstum war rückläufig, die P/E stieg dennoch immer weiter und lag am Hoch bei mehr als 33. Anleger waren in einem irrationalen Kaufrausch, jeder wollte dabei sein. Das Resultat ist immer dasselbe.

Durch die scharfe Korrektur kommt Electronic Arts inzwischen auf eine P/E von 25,8 und eine forward P/E von 24,4 im laufenden und 20,9 im folgenden Geschäftsjahr.
Wenn man nicht gleich 2019 vorwegnehmen möchte, sind wir noch nicht ganz da, wo wir hinwollen.

EA ist an dieser Stelle fair bewertet und aggressive Anleger könnten bereits eine Position aufbauen. Aus fundamentaler Sicht wären Käufe ab 102,50 USD attraktiv. Glücklicherweise liegt hier, wie wir im charttechnischen Teil sehen werden, auch eine Unterstützung.

Wie verschaffe ich mir eine „doppelte Chance“?

Kurzfristig bewegen technische Faktoren und Stimmung die Kurse. Langfristig spielt beides aber kaum eine Rolle. Der Kurs von Apple hat sich beispielsweise nicht verzehnfacht, weil die Stimmung gut war, sondern weil sich der Gewinn ebenfalls verzehnfacht hat.

Kann ein Anleger die Nerven bewahren und sich von den Stimmungsschwankungen des Marktes lösen, ist eine beachtliche Outperformance möglich.

Nehmen wir als Beispiel wieder Apple. 2016 war die Stimmung sehr schlecht, die Aktie notierte nahe 90 USD und die P/E lag unter 12. Seitdem hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, doch wie ist es dazu gekommen?
Die Rechnung ist einfach. Der Gewinn ist um 40% und die P/E von 12 auf über 19 gestiegen.

Hier liegt die „doppelte Chance“ für Anleger: Zunehmende Unternehmensgewinne und die Chance auf eine steigende P/E. Diese beiden Faktoren sind der Grundstein für Outperformance und außerordentliche Börsenerfolge.

Denn unter dem Strich gibt es langfristig nur zwei Faktoren, von denen der Aktienkurs abhängt. Der erzielte Gewinn und der Multiplikator, also P/E oder KGV. Beide Faktoren kann man wie in diesem Fall zu seinem Vorteil nutzen.

Charttechnik

Die Aktie ist ein langfristiger Outperformer und die jüngste Korrektur eine notwendige Folge der zwischenzeitlich irrationalen Bewertung.

Kurzfristig ist der Wert allerdings auch überverkauft. Gelingt ein Anstieg über 115,50 USD, wäre eine Erholung in Richtung 120 und darüber sogar bis 130 USD möglich.

Antizyklische Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich hingegen zwischen 100 und 105 USD. Fällt der Wert in diesen Bereich, ist hier eine Trendwende sehr wahrscheinlich.

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