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Wirecard: Der Aufstieg ist geschafft … aber was kommt jetzt?

Am Mittwoch nach US-Handelsende, nachdem auch die deutschen Index-Futures ihren Handel beendet hatten, wurde es bekanntgegeben: Die Commerzbank muss aus dem DAX in den MDAX absteigen. Und für sie wird ab Mitte September Wirecard aus dem TecDAX der neue, 30. DAX-Titel sein. Der Bezahlsysteme-Spezialist hat damit einen rasanten Aufstieg hinter sich. Und jetzt im DAX notiert zu sein, sichert der Aktie noch mehr internationale Aufmerksamkeit.

Hinzu kommt, dass all die Fonds und ETFs, die den DAX abbilden, die Aktie jetzt kaufen müssten. Daraus schließen viele Marktteilnehmer: Sobald Wirecard in Kürze wirklich im DAX gelistet ist, kann, ja muss diese Rallye durch die dann steigende Nachfrage weitergehen. Das kann sie in der Tat. Aber sie muss es nicht. Und es wäre nicht das erste Mal, dass solche Spekulationen nach hinten losgehen.

Expertenmeinung: Da die Spatzen Wirecards Aufstieg schon seit Wochen von den Dächern pfiffen, kommt diese Entscheidung nicht überraschend. Die Überlegung, dass die Aktie danach weiter zulegen müsste, man mit dem Vorab-Einstieg also einen „sicheren“ guten Schnitt machen könnte, ist daher ebenso alt … und dürfte von nicht wenigen in die Tat umgesetzt worden sein.

Richtig ist zwar, dass die DAX-Fonds und ETFs nicht im Vorfeld kaufen konnten. Aber ihren Käufen stehen die Abgaben der TecDAX-Fonds und ETFs ebenso wie der Druck derer gegenüber, die dann umgehend den Gewinn ihrer Vorkäufe einstreichen wollen. Aber bei einer Aktie, die sich seit Jahresbeginn im Kurs zeitweise verdoppelt hatte und die von der Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis beim besten Willen zumindest kurzfristig nicht mehr günstig ist, könnten auch andere Akteure, die nicht bei den „Vorkäufern“ dabei waren, sondern schon länger investiert sind, der Versuchung erliegen, diese Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen zu nutzen.

Dass die Aktie am Mittwoch im Vorfeld der Entscheidung über ihren Aufstieg auf einmal um 5,74 Prozent nachgab, obgleich es zum Unternehmen selbst keine negativen Nachrichten gab, ist ein Indiz, dass der Schuss in der Tat nach hinten losgehen kann.

Da es allerdings gelang, die 20-Tage-Linie als nächstgelegene Auffanglinie zu halten, könnten die Bullen das Ruder noch herumreißen. Aber sollte es heute zu erneutem Druck kommen, würden wohl viele von denen, die sich eigentlich mit der DAX-Aufnahme einen starken Schub bei Wirecard versprochen hatten, die Segel streichen. Ein Rücksetzer in die Region 158/161 Euro (Juni-Hoch und April-Aufwärtstrendlinie) wäre dann ein wahrscheinliches Szenario.

Chart vom 05.09.2018, Kurs 182,10 Euro, Kürzel WDI

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