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Bayer: Es hätte schlimmer kommen können

Das am Mittwochmorgen präsentierte Ergebnis des zweiten Quartals, das erstmals die übernommene Monsanto mit integrierte, bot keine positiven Überraschungen, die Prognose für das Gesamtjahr mit einem erwarteten Gewinnanstieg via EBITDA (Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen) im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich auch nicht.

Kein Wunder, dass die Bayer-Aktie nachgab: Ein gefundenes Fressen für die Leerverkäufer, die diese Aktie nach dem Glyphosat-Urteil gegen Monsanto ohnehin fest im Griff haben. So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Aber wenn man genauer hinsieht, man könnte auch den Gedanken hegen, dass es schlimmer hätte kommen können an diesem Mittwoch. Weitaus schlimmer.

Denn gerade weil vor allem das Bären-Lager auf diese Zahlen gewartet hatte, bereit stand, das nächste „Strafgericht“ über die Aktie zu bringen, war das Minus von 1,7 Prozent, mit dem Bayer aus dem Handel ging, eigentlich eher moderat. Und womöglich sogar eine Chance, den bislang kleinen, wacklig wirkenden Grundstein einer Bodenbildung zu festigen.

Expertenmeinung: Immerhin hatte der DAX 1,4 Prozent abgegeben, so viel schwächer waren die -1,7 Prozent der Bayer-Aktie also nicht. Und der Kurs hatte zeitweise noch deutlich tiefer notiert, war bis auf 76,92 Euro gefallen. Mehr als die Hälfte des maximalen Abschlags am Mittwoch wurden also zum Handelsende wettgemacht. Und Bayer blieb damit über dem Tief von 75,50 Euro, das im Zuge des Monsanto-Urteils Mitte August entstanden war.

Das, was sich die Leerverkäufer wohl erhofft hatten, nämlich ein erneuter haltloser Abverkauf, der durch das Unterbieten des bisherigen Tiefs den Weg nach unten erneut freigeräumt hätte, blieb aus.

Der hier abgebildete Wochenchart zeigt zwar, dass sich der Aktie bis hinauf zur derzeit bei 98,75 Euro verlaufenden Abwärtstrendlinie aus dem Herbst 2017 ein Widerstand nach dem anderen in den Weg stellt. Und diese Quartalsbilanz war nicht angetan, unter den Investoren Goldgräberstimmung auszulösen. Aber für eine Gegenbewegung wäre diese Konstellation allemal geeignet, nicht zuletzt mit Blick auf die sogar auf Wochenbasis überverkaufte Markttechnik. Jetzt auf der Short-Seite ein wenig Gewinne zu realisieren, wäre in jedem Fall eine Überlegung wert.

Chart vom 05.09.2018, Kurs 78,48 Euro, Kürzel BAYN

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