Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

Airbus: Wäre da überhaupt Luft nach unten?

Die Airbus-Aktie beendete den Dienstag mit einem Abschlag von knapp 2,3 Prozent, der sie in eine charttechnisch brenzlige Situation bringt. Es gelang in der Vorwoche nicht, an dem Ende Juli als Reaktion auf die starken Ergebnisse des zweiten Quartals erzielten Hoch bei 111,18 Euro vorbei zu kommen. Der Kurs geriet ins Rutschen und steht durch das erneute Minus des Dienstags unmittelbar davor, eine kurzfristige Toppbildung zu vollenden. Die Unterstützungszone um 105 Euro ist bereits erreicht. Und sollte die Airbus-Aktie neben diesem Level auch noch die nahe gekommene Februar-Aufwärtstrendlinie bei 103,25 Euro durchbrechen, wäre der Weg in die durch die 200-Tage-Linie verstärkte Unterstützungszone 94,50/96 Euro frei.

Und unter dieser wäre, wie der Chart zeigt, so richtig Luft nach unten. Aber hätten die Bären mit einem solchen Unterfangen überhaupt eine Chance? Gewinn und Umsatz legen bei Airbus derzeit stetig zu. Und die Analysten haben durch die Bank den Daumen gehoben. Kein einziger hat derzeit ein „Verkaufen“ als Einstufung, nicht einmal ein „Untergewichten“ ist zu finden. Und das durchschnittliche Kursziel liegt momentan bei 120 Euro. Da kann doch eigentlich nicht viel Luft nach unten sein?

Expertenmeinung: Solange die Grundannahmen, die den positiven Einschätzungen der Analysten zugrunde liegen, weiter gelten, wäre der Weg nach unten sicherlich der eindeutig steinigere. Aber die Erwartung einer stetig steigenden Nachfrage nach Flugzeugen ist von einem fortgesetzten, soliden weltweiten Wachstum abhängig. Erste Anzeichen, dass man sich da mit dem Fortschreiben der aktuellen Entwicklung in die Zukunft zu weit aus dem Fenster lehnt, gibt es durchaus. Und Faktoren, die das Wachstum nennenswert beeinträchtigen können, ebenso. Allen voran die aggressive Wirtschafts- und Handelspolitik der USA.

Es bestünde die Gefahr, dass Airbus in den Strudel des Handelsstreits geraten könnte, Hauptkonkurrent Boeing massiv bevorteilt würde. Was alleine im Fall eines wieder deutlich steigenden Euro, der die Gewinnmarge von Airbus bei Verkäufen außerhalb der Eurozone beschneiden würde, gegeben wäre. Dennoch: Solange von Airbus selbst keine Indikationen für eine Abschwächung des unternehmenseigenen Wachstums kämen, wären Short-Trades auch unterhalb der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei 103,25 Euro mit Vorsicht zu genießen.

Chart vom 04.09.2018, Kurs 105,10 Euro, Kürzel AIR

Auch interessant:

"Ein harter Brexit ist nicht ausgeschlossen." Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX - Trendwende oder Strohfeuer? | LYNX Marktkommentar
Smart Beta ETFs im Fokus: Wie lege ich mein Geld an? Interview mit Markus Kaiser | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN