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Siltronic: Wenn es kippt, kann es schnell gehen

Einige Aktien aus dem TecDAX laufen derzeit wie geschnitten Brot. Nicht umsonst hat dieser Index neue mehrjährige Hochs erreicht, die runde Marke von 3.000 Punkten überwunden. Aber die Aktie des Wafer-Herstellers Siltronic, die noch 2017 zu den Zugpferden des TecDAX gehörte, ist nicht mehr vorne dabei, hat sich nach und nach von ihrem Stammplatz in der Gewinnerliste verabschiedet. Und das trotz starken Umsatz.- und Gewinnwachstums und einer Traum-Gewinnmarge von um die 40 Prozent. Wie kann das sein? Wo ist hier der Wurm drin? In der Zukunft ist er zu finden und trägt den Namen „Ungewissheit“.

Als Zulieferer der Halbleiterindustrie ist Siltronic sozusagen ein Unternehmen mit doppelt zyklischer Abhängigkeit. Schon die Chiphersteller selber reagieren hinsichtlich ihrer Gewinnentwicklung immens sensibel auf konjunkturelle Veränderungen. Doch die Zulieferer sind die ersten, an die die Chiphersteller ihren Gewinndruck weiterzureichen versuchen. Was dazu führt, dass deren Gewinne in Boomphasen zwar explodieren. Was derzeit bei Siltronic auch der Fall ist. Immerhin rechnet man seitens der Analysten im Schnitt für 2018 mit einem Gewinn um die zwölf Euro pro Aktie, während 2016 gerade einmal 40 Cent verdient wurden, in den Jahren zuvor wurde sogar Verlust eingefahren. Aber das ist eben auch die Achillesferse:

Expertenmeinung: Ebenso schnell, wie die Gewinne steigen, können sie auch wieder dahin sein, wenn sich das konjunkturelle Umfeld eintrübt. Und das befürchten nicht wenige Investoren. Und dann würde eine Aktie wie die von Siltronic schnell zur Fahrstuhl-Aktie: Schnell rauf, aber nicht minder schnell wieder runter. Da die Aktie vor zwei Jahren noch für ein Zehntel dessen zu haben war, was sie am bisherigen Rekordhoch im März (160,55 Euro) kostete, ahnen da einige Böses und verkaufen … relativ gesehen zu dieser vorherigen Hausse ja immer noch nahe am oberen Ende der möglichen Spanne. Im Bereich zwischen 107,75 und 113,45 Euro wäre die Aktie durch eine ganze Reihe an Aufwärts-Wendepunkten der letzten Monate gut unterstützt.

Aber dass der Kurs gerade erst beim Versuch, sich nach oben abzusetzen, am Kreuzwiderstand aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie nach unten abgewiesen wurde, deutet nicht darauf hin, dass alleine dieser Umstand allzu viele Käufer zum Einstieg motiviert. Sollten diese beiden gleitenden Durchschnittslinien durch Schlusskurse über 135 Euro doch noch bezwungen werden, wäre die Kuh erst einmal vom Eis, charttechnisch betrachtet Spielraum bis zunächst 154 Euro. Aber gelingt das nicht, sollte man besser nicht ausschließen, dass diese massiv wirkende Supportzone nicht doch noch fällt und mit Schlusskursen unter 107,75 Euro eine Trading-Chance Short mit Kursziel zunächst in den Bereich 94,50 Euro entsteht.

Chart vom 03.09.2018, Kurs 123,40 Euro, Kürzel WAF

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