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Allianz: Der schlafende Riese

Wenn man den Analysten glauben mag, müsste die Allianz-Aktie viel höher notieren. Eigentlich. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt derzeit bei 213 Euro. Deutlich über dem bisherigen Jahreshoch, das die Aktie des Versicherungskonzerns im Januar bei 206,85 Euro erreicht hatte. Die jüngsten Quartalszahlen waren tadellos, die Perspektive für die Gewinne weist für dieses ebenso wie für nächstes Jahr aufwärts. Nicht rasant, aber solide. Immer vorausgesetzt, es gäbe keine großen Naturkatastrophen, das kann einem Versicherer natürlich immer Rückschläge einbrocken.

Aber mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis, das in den letzten Jahren zwischen zehn und zwölf lag, ist man hier ja auch nicht allzu gewagt unterwegs. Derzeit läge es auf Basis der für 2018 geschätzten Gewinne um 10,5. Da wäre also noch Luft nach oben. Aber wieder muss man hinzufügen: eigentlich. Weil die Aktie dieses Potenzial nicht ausnutzt. Die Käufer wollen einfach nicht zugreifen. Wie geht man mit einer solchen Situation um, in der es höher gehen könnte, aber nicht muss …? Man verlegt sich auf die Charttechnik. Und tut man dies in einem längerfristigen Zeitraster auf Wochenbasis, erkannt man sofort: Das tun andere unübersehbar auch. Und nicht erst seit gestern.

Expertenmeinung: Denn rein charttechnisch betrachtet finden sich hier klare Strukturen. An ihnen scheinen sich momentan viele zu orientieren. Und da wäre es wenig einbringlich, sich der Minderheit anzuschließen, die auf fundamentaler Basis argumentiert und zu dem Schluss kommt, dass diese Aktie höher notieren könnte und müsste. „Müsste eigentlich“ war an der Börse selten ein gutes Argument und wird es auch nie werden. Und Sie sehen im Chart: Wenn die Aktie durchstartet, lässt sich gut ausmachen, ab wann das zu effektiven Kaufsignalen führt. Und sollte sie kippen, wäre der Punkt X, an dem sich das beschleunigen dürfte, nicht minder klar umrissen. Wir sehen, dass die Aktie an der oberen Begrenzung ihres langfristigen, 2011 etablierten Aufwärtstrendkanals angestoßen war. Gleich zweimal war das der Fall, im Herbst 2017 und Anfang 2018. Von dort ausgehend hat sich eine Folge niedrigerer Hochs und niedrigerer Zwischentiefs ausgebildet. In diesem Abwärtstrend läuft die Aktie derzeit, seit einigen Wochen wird sie dabei an der blau markierten 200-Tage-Linie immer wieder abgewiesen.

Sollte es gelingen, diese Linie, derzeit um 189 Euro, zu bezwingen, wäre das der erste Schritt hin zu einem bullischen Signal. Ein Signal, das komplettiert würde, wenn die Allianz-Aktie die Januar-Abwärtstrendlinie bei aktuell 195 Euro überwinden würde. Dann wäre Luft bis an das bisherige, mehrjährige Hoch bei 206,85 Euro und die mittlerweile bei 214 Euro angekommene obere Begrenzung des langfristigen Trendkanals. Sollte aber dieses stetige Abdrehen an der 200-Tage-Linie die Bären ermutigen, hier mal etwas zu wagen, läge die entscheidende Unterstützung um 170 Euro, auf Höhe des bisherigen Jahres-Verlaufstiefs, an dem eine Unterstützungslinie verläuft, die bis ins Jahr 2015 zurückreicht. Das wiederum würde dann die untere Begrenzung des Trendkanals als Kursziel ins Spiel bringen, die augenblicklich bei 147 Euro verläuft. Sie sehen: Mutmaßungen über „billig“ oder „teuer“ sind hier gar nicht nötig, dieser Chart liefert sehr gute Ankerpunkte, die man sich einfach mal vormerken könnte.

Chart vom 03.09.2018, Kurs 184,38 Euro, Kürzel ALV

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