Börsenblick

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ISRA Vision: Daumen hoch … Augenbrauen auch

Wenn man lange auf etwas warten muss, erhöht das die Spannung. Das kennt man von Weihnachten. Ähnlich war es mit der Bilanz des dritten, bei ISRA Vision jeweils am 30. September endenden Geschäftsquartals. Erst am Freitag, als das nächste Quartal schon zu zwei Dritteln über die Bühne war, kamen diese Zahlen. Und ja, sie waren gut. Aber waren sie gut genug für einen Kurssprung von sagenhaften 12,38 Prozent? Hätte es da nicht grandioser Überraschungen bedurft? Eigentlich schon, aber so beeindruckend war das Zahlenwerk eben nicht. Denn mit Wachstum rechnete ja ohnehin jeder bei diesem Hersteller von Hard- und Software für optische Überwachungs- und Steuerungssysteme. Das bekam man auch geliefert: Der Umsatz legte um zehn, der Gewinn vor Steuern 13 Prozent zu. Das Auftragsbuch war etwas, aber nicht allzu sehr voller als zum Vorjahresquartal. Und die eigenen Prognosen wurden von ISRA Vision bestätigt, aber nicht angehoben. Wenn man sich dann ansieht, dass das mit einem derart gewaltigen Plus quittiert wurde, das zugleich ein neues Rekordhoch bedeutete, sollten eine, besser sogar beide Augenbrauen hochgehen. Zumindest wäre hier jetzt Vorsicht satt Euphorie über das neue Hoch angezeigt. Zumal das nur knapp erreicht wurde:

Expertenmeinung: Bei 59,70 Euro lag die alte Rekordmarke aus dem Juni. Bei 59,90 Euro ging die Aktie am Freitag ins Wochenende, im Tageshoch wurden 60,70 Euro erreicht. Was auffiel – und zu erwarten war: Die Umsätze waren die höchsten seit zwei Monaten. Und ISRA Vision ist eine Aktie, die eher markteng ist. An einem Tag, auf den die Akteure lange warten mussten, bei guten Ergebnissen, die nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung zumindest keinen Anlass zum Verkauf gaben, ist es nicht allzu überraschend, dass der Kurs derart zulegte: Viele sahen nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung in diesem Quartalsergebnis einen Grund, um einzusteigen, die Verkäuferseite war zugleich verwaist … und solange die Aufwärtsbewegung ihre Dynamik beibehielt, was bis zum Handelsende um 17:30 Uhr auch der Fall war, kamen auch keine Verkäufer an den Markt. Ob dieses Plus der Aktie aber den gemeldeten Ergebnissen angemessen ist, ist eine Frage, die man sich am Freitag nicht stellte. Darüber denken die Akteure verständlicherweise erst nach, wenn sich abzeichnet, dass der Schwung der Rallye vorüber ist, man womöglich kurzfristig „oben“ wäre. Dann erst kommt die Frage: Gewinne mitnehmen oder nicht? Und es wäre zumindest möglich, dass so viele diese Frage mit „Ja“ beantworten, dass der Kurs wieder deutlicher nachgibt. Wohin mit der Gewinnabsicherung? Da würde sich ein Level knapp unterhalb der oberen Begrenzung der vorherigen Seitwärtsbewegung bei 55,70 und der 20-Tage-Linie bei 54,50 Euro anbieten. Bis dahin dürfte ein Rücksetzer führen, darunter aber sollte ISRA Vision auf keinen Fall rutschen, denn dann wäre die Indikation auf einmal bärisch.

ISR_2018_09_03

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