Börsenblick

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DAX: Wo bleiben die Käufer?

Der MDAX hat am Mittwoch knapp einen neuen Verlaufsrekord erreicht, der TecDAX hat längst neue Hochs erzielt, die runde 3.000 Punkte Marke bezwungen. Und an der Wall Street steigt die Zahl der Aktienindizes mit neuen Rekorden ebenso. Nur der DAX hängt fest, als würde ihm ein Bleigewicht an den Füßen hängen.

Am Tagestief des Donnerstags war kurzzeitig der gesamte Wochengewinn dahin. Und weiterhin bleibt die Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation greifbar. Der Sprung in Richtung der alten Hochs zwar ebenso. Aber die Käufer ziehen nicht mit. Wieso? Was hält die Marktteilnehmer vom deutschen Leitindex fern?

Es ist keineswegs auszuschließen, dass der US-Präsident hier ebenso als Bremse fungiert, wie er die Hausse der US-Indizes befeuert. Derzeit wächst die Zahl derer, die sicher sind, dass die USA durch ihre Ellenbogen-Politik am Ende der Gewinner sein werden, was den Handelskrieg angeht. Gerade der Umstand, dass es der US-Regierung gelungen zu sein scheint, die vormaligen NAFTA-Partner Mexiko und Kanada in die Knie zu zwingen, Mexiko ganz, Kanada zumindest in Ansätzen, überzeugt viele Investoren. Sie gehen davon aus, dass Europa und China am Ende ebenfalls Zugeständnisse machen müssen, die die Gewinne der US-Unternehmen steigern, die der „Verlierer“ aber ausbremsen werden.

Dass es in den vergangenen Wochen immer wieder zu schnellen, kräftigen Abwärtsschüben beim DAX kam, deutet auf Verkäufer hin, die mit großen Volumen aussteigen. Große Adressen also. Dass die gerade versuchen, Bestände in Richtung USA umzuschichten und ihre Exposition an den Euro-Börsen zu verringern, wäre da ein naheliegender Gedanke. Wäre dem so, wäre der DAX für Trader vor allem auf der Unterseite interessant, weil man da mit mehr Dynamik rechnen könnte.

DAX_2018_08_31_Day

Natürlich würden solche „Absetzbewegungen“ international agierender Investoren sofort gestoppt, wenn es gelingt, die entscheidenden Widerstände zu bezwingen. Konkret wären das die Juni-Abwärtstrendlinie bei 12.660 und die 200-Tage-Linie bei 12.690 Punkten sowie die vom Rekordhoch ausgehende Abwärtstrendlinie bei 12.930 Punkten. Würde sich der DAX durch Schlusskurse über diesen Hürden befreien, die Käufer wären wohl umgehend zurück. Aber bis dahin gilt: Hier ist ein „Deckel“ drauf, der momentan so leicht nicht zu sprengen sein wird.

DAX Chart auf Wochenbasis vom 30.08.2018, Kurs 12.494,24 Punkte, Kürzel DAX

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