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Aixtron: Auf dem Weg zum Doppeltief … oder zur Bullenfalle?

Ausgerechnet Aixtron wurde zum Wochenstart zur Kursrakete. In der Spitze legte die Aktie vom Freitags-Schlusskurs bis zum Tageshoch des Dienstags gut 16 Prozent zu. Ohne neue Nachrichten oder Heraufstufungen durch Analysten. Was Aixtron im Chart vorzuweisen hat, ist die Chance auf ein Doppeltief. Aber dass der Kurs sich zwischen März und Anfang Juli halbierte, hatte durchaus seine Gründe. Aixtron gehört zu den Zulieferern der Halbleiterindustrie.

Dort, so fürchtet man, sei der Zenit der Wachstumsphase überschritten. Wäre das so, würden die Chiphersteller den aufkommenden Druck auf ihre Gewinnmargen umgehend an die Zulieferer weitergeben. Was für einen Beschichtungsanlagenbauer wie Aixtron heißen könnte: verschobene oder stornierte Bestellungen. Und damit die Rückkehr in die roten Zahlen. Die Ende Juli präsentierten Quartalszahlen deuteten zwar noch kein Ungemach an, auch, wenn der Umsatz unter den Analysten-Erwartungen und dem des Vorjahresquartals lag. Aber dennoch wurde die Aktie auf dieses Zahlenwerk hin abverkauft. Das legt in Bezug auf diese Rallye einen Gedanken nahe:

Expertenmeinung: Es ist recht wahrscheinlich, dass dieser rapide Kursanstieg eine Kombination aus Eindeckungen von Short-Positionen und Trading-Käufen ist. Erstere dürften darauf basieren, dass sich die Aktie einige Tage lang über dem Juli-Tief von 9,79 Euro hatte halten können. In solchen Fällen kommt es gerne zu Eindeckungen von Leerverkäufen. Man nimmt seinen Gewinn auf der Short-Seite mit, indem man die Aktie kauft und so die vorab leer verkaufte Position neutralisiert. Was indes den Kurs höher zieht, vor allem, wenn diese Eindeckungen etwas größer ausfallen. Das wiederum dürfte manchen Daytrader gelockt haben, es mal auf der Oberseite zu versuchen. Nur: Ersterer Aspekt könnte bereits über die Bühne sein. Und Trader sind blitzschnell wieder ausgestiegen, wenn es nicht zügig in ihre Richtung geht. Da könnte der Dienstag schon zum Problem geworden sein. Denn um auch nur die Chance auf die Vollendung eines Doppeltiefs zu haben, indem die Aktie das Juli-Hoch und die dort ebenfalls verlaufende 200-Tage-Linie mit Schlusskursen über 13,20 Euro überwindet, müssten man zunächst an den beiden aus dem März und April stammenden Abwärtstrendlinien und dem markanten Zwischentief von Ende April vorbei. Diese drei Hürden liegen im Bereich 11,66/11,90 Euro.

Im Tageshoch waren alle drei Widerstände überboten. Zum Handelsende waren sie es alle drei aber nicht. Es bleib zwar am Ende ein Plus von 2,4 Prozent, aber das Gros der zwischenzeitig erreichten Gewinne war abverkauft. Das deutet an, dass die Chance, hier ein Doppeltief zuwege zu bringen, nicht gerade allzu hoch ist. Die Bären scheinen noch auf dem Posten zu sein, um wichtige Widerstände zu verteidigen. Solange das so bleibt, wäre der Gedanke an Long-Trades bei der Aixtron-Aktie verwegen.

Chart vom 28.08.2018, Kurs 11,61 Euro, Kürzel AIXA

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