Börsenblick

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Daimler: Die Chance auf eine Bodenbildung ist da, aber …

Daimler, BMW, Volkswagen, Continental: Die vier Autobauer bzw. Zulieferer besetzten am Montag vier der oberen fünf Plätze der DAX-Gewinnerliste. Trotz eines für den Export hinderlichen, steigenden Euro. Da rieb sich so mancher die Augen. Zu Recht. Der am Morgen um 10 Uhr veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex fiel zwar wider Erwarten positiv aus, deutete eine spürbare Aufhellung der Stimmung bei den deutschen Unternehmen im August an. Aber ob das die Autobauer betrifft? Gerade Daimler hatte einen spürbaren Rückgang beim Fahrzeug-Absatz im Juli melden müssen. Der noch mehr unter Druck geraten könnte, sollte das Damoklesschwert der US-Strafzölle auf die europäischen Automobilhersteller niedersausen. Denn das ist nach wie vor nicht vom Tisch. Von Verhandlungen zwischen den USA und der EU über das schon Wochen zurückliegende Treffen zwischen Trump und Juncker hinaus hört man nichts. Und die Autobauer wurden bei den dort verbreiteten, eher vagen Willensbekundungen ohnehin ausgenommen. Woher rührt also dieser plötzliche Optimismus?

Expertenmeinung: Denkbar wäre, dass manche Investoren den Umstand, dass die USA sich mit Mexiko auf eine Art „Handels-Separatfrieden“ geeinigt haben, als Indiz dafür sehen, dass die USA auch mit der EU einig werden und die Autobauer ungeschoren bleiben. Realistisch betrachtet dürfte Donald Trump eine Einigung mit Europa aber wohl mit speziellen Zugeständnissen im Automobilsektor verknüpfen, die Daimler & Co. nicht allzu zuträglich sein würden. Das wäre sicherlich weitaus weniger problematisch als ein Strafzoll von 25 Prozent. Aber die Perspektiven für die Automobilkonzerne sind auch ohne Trump schon weniger positiv als noch vor zwei, drei Jahren. Der Gedanke, dass die Daimler-Aktie sich leichtfüßig über die entscheidenden Charthürden in Form der Widerstandszone 59/60 Euro bewegt, deren Überwinden ein Doppeltief vollenden würde, um dann mit dem Break über die Januar-Abwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie über 66 Euro wieder in mittelfristig bullisches Terrain vorzustoßen, wirkt momentan verwegen. Richtig ist, dass der bullische Start in die Woche den Grundstock für einen „Morning Star“ auf Wochenbasis gelegt hat, der, würde er bis zum Wochenschluss halten, auch ein Kaufsignal im MACD-Indikator-Indikator nach sich ziehen würde. Aber die Woche ist noch lang. Um über einen reinen Trading-Horizont hinaus bullisch zu sein, müsste die Aktie klar über ihre 200-Tage-Linie hinaus, was hieße: über 66 Euro schließen. Alles, was sich darunter abspielt, wäre auf der Long-Seite reines Trading, denn zumindest unterhalb der Januar-Abwärtstrendlinie bei aktuell 62,50 Euro bleibt Daimler mittelfristig bärisch.

Daimler Chart vom 2018_08_28

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