Börsenblick

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Facebook: Vergebliche Liebesmüh?

Wer bei der Facebook-Aktie jetzt einsteigt, hofft auf ein Doppeltief, das Basis dafür wird, die riesige Kurslücke, die als Reaktion auf die jüngste Quartalsbilanz entstand, zu schließen und an die frühere Rekordjagd anzuschließen. Sind derlei Hoffnungen mehr als Wunschdenken? Ein baldiges Erreichen des bisherigen Rekordhochs sicherlich. Dass es gelingt, das Zwischenhoch von Anfang August bei 188,30 US-Dollar zu überwinden und damit eine Bodenbildung in Form eines Doppeltiefs zu vollenden, ist zwar auch nicht zwingend, aber zumindest nicht unmöglich. Denkbar wäre dieses Szenario dann, wenn die US-Anleger vom Stadium der Sorglosigkeit in das der blinden Euphorie übergehen würden. Was zwar die Vorstufe zu einer massiven Baisse wäre, aber zuvor könnten die Kurse noch kräftig zulegen. Auch und gerade die der „gefallenen Stars“ wie Facebook. Richtig ist zwar, dass genau das passierte, was wir bereits Ende April nach der Präsentation der Ergebnisse zum ersten Quartal vermutet hatten: Der Schaden, den der „Cambridge Analytica-Skandal“ verursachte, wirkte sich erst im zweiten Quartal aus. Und jetzt heißt es: Umsatz runter, Kosten rauf. Grundsätzlich die Mixtur für einen hartnäckigen Abwärtstrend. Aber:

Expertenmeinung: Momentan macht sich an der Wall Street unübersehbar das Gefühl breit, dass der Aufwärtstrend durch absolut nichts gebrochen werden kann, weder durch wacklige Wachstumsperspektiven noch durch den Handelskrieg oder die Innenpolitik. Zwar ist die Bewertung des Aktienmarkts jetzt schon hoch wie selten, die Renditen der Anleihen zugleich durchaus als Alternative attraktiv. Aber so absurd es klingen mag: Gerade diese Argumente dafür, dass der Aktienmarkt bereits zu heiß gelaufen ist, dienen den bullischen Akteuren als „Beleg“, dass er auch weiter laufen kann und muss, eben weil er noch nicht gedreht hat. In einem solchen Umfeld haben auch Aktien wie Facebook ihre Chance, wieder zu laufen, weil eine derartige Denkweise starke Kursrücksetzer gerne automatisch mit „billig“ und „Einstiegskurs“ gleichsetzt. Sollte es gelingen, den nächstgelegenen Widerstand in Form der 20-Tage-Linie bei 177,20 Euro zu überwinden, wäre es zumindest keine Überraschung, wenn sich die Facebook-Aktie bis zur Nackenlinie dieses theoretisch denkbaren Doppeltiefs bei 188,30 Euro voran arbeitet. Aber eines muss klar unterstrichen werden: Das ist ein Szenario, das nicht unmöglich ist, aber auch über der 20-Tage-Linie nur etwas für äußerst risikofreudige Trader wäre. Sollte Facebook hingegen die durch das Selloff-Tief von Ende Juli entstandene Aufwärtstrendlinie bei 170 US-Dollar durchbrechen, wären diese Bullen-Träume dahin und der Abwärtstrend bestätigt.

Chart vom 24.08.2018, Kurs 174,65 US-Dollar, Kürzel FB

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