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Evotec: Erst an das alte Hoch und dann …

Eigentlich gab es im vergangenen Herbst keinen Grund, warum sich die Evotec-Aktie binnen zwei Monaten im Kurs fast halbierte. Das deutsche Biotech-Unternehmen Evotec gehört zu den immer noch in der Minderheit befindlichen Unternehmen der Branche, die solide schwarze Zahlen schreiben und konnte 2017 mit einer breiteren Aufstellung und ansehnlichem Wachstum aufwarten. Doch die vorherige Super-Hausse zog eben auch viele Spekulanten an. Und da sich der Kurs zuvor in wenig mehr als zwei Monaten fast verdoppelt hatte, rechneten zu viele mit der ewigen Hausse, wurden bei den ersten, größeren Abgaben kalt erwischt – und so landete das Papier Anfang Dezember 2017 dort, wo es vor dieser Super-Rallye Ende Juli 2017 hergekommen war.

Zurück auf „Los“ und wieder aufwärts, hieß es daraufhin. Doch diesmal gestaltete sich die Aufwärtsbewegung mühsamer. Und als Evotec mit dem Ergebnis des ersten Quartals 2018 nicht recht zu überzeugen vermochte, wurde das eroberte Terrain auch noch schnell wieder verloren. Jetzt jedoch wirkt die Aktie wie verwandelt. Was nicht unbedingt daran liegt, dass die Rahmenbedingungen im positiven Sinne auf den Kopf gestellt worden wären. Es liegt daran, dass immer mehr Investoren bemerken, dass Evotec sein immenses Potenzial schnell und geschickt immer weiter vergrößert.

Expertenmeinung: Im ersten Halbjahr schloss Evotec strategische Allianzen mit dem Pharmariesen Sanofi und dem großen Biotech-Unternehmen Celgene. Beide Verbindungen brachten Evotec umfassende Zahlungen ein, die man neben der Erfüllung der gemeinsamen Projekte in eine Verbreiterung der Operationsbasis stecken kann. Und schon im Halbjahresergebnis, das Anfang August veröffentlicht wurde, schlug sich das nieder: Umsatz und Gewinn zogen im zweiten Quartal nach dem verhaltenen Jahresstart sehr deutlich an. Das intensivierte einen ohnehin bereits ins Laufen gekommenen Aufwärtstrend. Und am Mittwoch setzte man bei Evotec hinsichtlich guter Nachrichten noch eins obendrauf, indem man meldete, mit dem Pharmariesen Novo Nordisk, der sich bereits vor einiger Zeit mit zehn Prozent an Evotec beteiligt hatte, eine weitere strategische Forschungsallianz geschlossen zu haben. Die Anleger erkennen: Hier tut sich etwas. Und hier tut sich viel und schnell.

Die Aktie, die noch am Dienstag einen Rücksetzer auf die Kreuzunterstützung aus der oberen Begrenzung des im Mai initiierten Aufwärtstrendkanals und dem bei 19,82 Euro gelegenen Hoch vom November 2017 vollzogen hatte, zog erneut davon. Auch die Evotec-Aktie kann und wird keine Einbahnstraße sein, aber derzeit passen Charttechnik und fundamentale Entwicklung perfekt zusammen. Ein Anlauf an das Hoch der zu schnell absolvierten Rallye des Jahres 2017 bei 22,50 Euro ist daher momentan durchaus wahrscheinlich … und ein Anstieg über diese vorerst letzte Hürde auf ein neues 17 Jahres-Hoch zumindest gut möglich. Die nächste charttechnisch basierte Hürde wäre ein aus dem Frühjahr 2001 stammendes Zwischenhoch bei 23,13 Euro. Aber ob das irgendjemand als mögliches Kurs- und Ausstiegs-Ziel noch auf einem dann wohl schon recht vergilbten Zettel hätte, ist zu bezweifeln.

Chart vom 23.08.2018, Kurs 21,40 Euro, Kürzel EVT

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