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CTS Eventim: Starke Zahlen … und dann das!

Das war vielleicht ein Tag für die Aktie des Event-Veranstalters und Ticket-Händlers CTS Eventim! Erst ein Plus von bis zu 5,2 Prozent, dann plötzlich ein Minus von gut zehn Prozent. Und am Ende blieb es bei dem negativen Vorzeichen: Die Aktie ging 4,92 Prozent unter Vortag aus dem Handel. Was charttechnisch höchst bedeutsam sein kann, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt. Aber warum kam es überhaupt zu dieser Achterbahnfahrt? Weil zwei wichtige Nachrichten an einem Tag auf die Anleger trafen. Es begann mit der Halbjahresbilanz, die vor Handelsbeginn auf den Tisch kam – und die vermochte zu überzeugen. Umsatz und Gewinn hatten ordentlich zugelegt, der unternehmenseigene positive Ausblick wurde bestätigt, die Aktie legte zu und war am Morgen ganz oben in der Gewinnerliste des MDAX zu finden.

Doch am Nachmittag brach der Kurs schlagartig ein. Auslöser war die Meldung, der Bundesgerichtshof habe gerade entschieden, dass eine vom Unternehmen erhobene Servicegebühr in Höhe von 2,50 Euro für Tickets, die man selbst ausdruckt, unzulässig sei. Und das stellte das positive Ergebnis des ersten Halbjahres für die Zukunft natürlich zur Disposition. Da die Anleger nicht abschätzen konnten, ob der Wegfall dieser sogenannten „print@home“-Gebühr den Gewinn erheblich oder nur moderat beeinträchtigen würde, ging man in Deckung. Und das, da diese Meldung überraschend kam, schnell und kompromisslos. Und wie weiter?

Expertenmeinung: Jetzt müsste erst einmal seitens CTS Eventim Klärung erfolgen, in wie weit dieses Urteil die am Morgen noch bestätigte, eigene Gesamtjahres-Prognose verändert. Vom Unternehmen hieß es indes, man wolle sich das Urteil erst einmal genau ansehen, bis zu einer Aktualisierung der Prognose muss es nicht, kann es aber daher noch etwas dauern. Bis dahin hat dieser extrem volatile Handelstag die Marken abgesteckt, die für die Aktie jetzt entscheidend sind. Da die ersten drei Handelstage der Woche im Vergleich zur Handelsspanne des Donnerstags kaum Schwankungen zeigten, zeigt dieser Wochenchart mit der aktuellen Wochenkerze die komplette Range:

Auf der Oberseite war die Aktie gerade im Begriff, die hier als 40-Wochen-Linie dargestellte 200-Tage-Linie bei knapp 40 Euro zu überwinden, als dieses Urteil die Rallye förmlich „abschoss“. Der daraufhin losgetretene Abwärtsimpuls konnte hingegen in der Unterstützungszone 34,50/34,70 Euro abgefangen werden, die seit Mai 2017 die Unterseite der Handelsspanne markiert. Das sind für Trader die jetzt entscheidenden Marken, was heißt: Ein Schlusskurs über dem gestrigen Tageshoch von 40,20 Euro oder unter dem gestrigen Tagestief von 34,36 Euro wären aus charttechnischer Sicht potenzielle Auslöser für spekulative Trades in Ausbruchsrichtung.

Chart vom 23.08.2018, Kurs 36,32 Euro, Kürzel EVD

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