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Infineon: Die Trendwende wird immer wahrscheinlicher

Die Anfang 2016 knapp über zehn Euro begonnene Hausse der Infineon-Aktie hatte man seit letzten November schon mehrfach begraben. Doch immer wieder gelang es den Bullen, rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Sich aber effektiv nach oben abzusetzen, gelang nicht mehr, auch nicht Mitte Juni, als knapp ein neues, mehrjähriges Hoch erreicht, aber sofort abverkauft wurde. Und das könnte der Käuferseite jetzt zum Verhängnis werden, denn eine breite Toppbildung steht kurz vor der Vollendung. Und das noch abzuwenden, könnte sich knifflig gestalten. Denn derzeit wird realisiert, dass es ein, wenngleich üblicher, Fehler gewesen sein dürfte, den seit 2014 sehr dynamischen Anstieg der Gewinne einfach in die Zukunft fortzuschreiben.

Irgendwann muss da ein Zenit erreicht werden. Und der könnte, so wird jetzt befürchtet, in diesem Jahr erreicht sein. Denn das Ergebnis zum 3. Quartal des bei Infineon am 30.9. endenden Geschäftsjahrs fiel nicht so viel besser aus als im Vorjahresquartal. Umsatz und Nettoergebnis legten zwar zu, aber beide im einstelligen Prozentbereich. Und die Gewinnmarge von 17,5 Prozent, die Infineon damit um einen halben Prozentpunkt gegenüber der letzten Prognose nach oben nahm, kann daraus keinen dynamischen Zuwachs machen, denn die lag bereits im vorherigen Geschäftsjahr in dieser Spanne. Damit nicht genug:

Expertenmeinung: Dass Infineon vor einem halben Jahr aufgrund des zu hohen Euro die Prognose etwas zurücknahm, die Ergebnisse aber nicht höher ausfallen als damals angepeilt, obgleich der Euro/US-Dollar-Kurs deutlich zurückkam, ist auffällig. Die Dynamik der vergangenen Jahre scheint dahin. Und die Investoren argwöhnen verständlicherweise, dass es von einem Schritt Richtung Wassertreten bis hin zu fallenden Gewinnen nicht mehr weit sein könnte, zumal die Chiphersteller zu den Branchen gehören, die am empfindlichsten und schnellsten auf konjunkturelle Irritationen reagieren. Das führte dazu, dass die anfänglich positive Reaktion auf diese jüngste, am 1. August veröffentlichte Quartalsbilanz in einen kräftigen Abverkauf überging.

Die daraus resultierende rote Kerze markierte den zweiten Punkt der jetzt die Aktie führenden Juni-Abwärtstrendlinie. Und diese drückt Infineon jetzt in die entscheidende Zone, dorthin, wo die Aktie seit Jahresanfang immer wieder nach oben drehen konnte. Seit einer Woche wird darum gerungen, diese zwischen 20,50 und 21,00 Euro liegende Zone zu halten. Aber mehr als sie zu halten gelingt bislang nicht. Würde dieser Bereich diesmal brechen, dürfte das alleine durch dann ausgelöste Stop Loss-Verkaufsorders zu einer schnellen Erosion des Kurses führen. Die nächste Unterstützungszone von Belang bei 17,80/18,30 Euro wäre dann durchaus zeitnah erreichbar, vor allem, wenn sich die oben erwähnten konjunkturellen Irritationen konkretisieren sollten.

Chart vom 22.08.2018, Kurs 21,29 Euro, Kürzel IFX

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